Mittwoch, 18. März 2009

Blogs, Kommerz und Journalismus – Diskussionsrunde mit Don Alphonso und Marc Scheloske, ScienceBlogs.de

bjv-logoDienstag, 31. März 2009, 19 Uhr s.t.
beim Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V. (ifp) – Katholische Journalistenschule, München

Bieten Blogs neue Chancen für Journalisten? Welche Trends, welche Probleme sind zu beobachten? Mit zwei kompetenten Gesprächspartnern wollen wir über diese und weitere Themen diskutieren.

Unsere Gäste
Don Alphonso alias Rainer Meyer ist Autor, Blogger und Journalist. Neben seinen privaten Blogs Rebellen ohne Markt, GT Blog ("Kultur & Reisen im alten Europa") und Blogbar schreibt er seit Mitte Januar bei FAZ.NET „ein Вlog der besseren Gesellschaft“ – die „Stützen der Gesellschaft“. Ein Kurzporträt Rainer Meyers finden Sie bei Meedia, es handelt sich um eine Vorveröffentlichung aus dem Buch „Alpha-Journalisten 2.0 – Deutschlands neue Wortführer im Portrait“ (Hg: S.Weichert, C.Zabel), das Ende März in der Herbert von Halem Verlagsgesellschaft erscheint.

Marc Scheloske ist verantwortlicher Redakteur bei ScienceBlogs.de. Er ist Sozialwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist. ScienceBlogs.de gibt es seit rund einem Jahr. „Auf ScienceBlogs schreiben Forscher, was sie bewegt. Journalisten veröffentlichen unredigiert. Das ist die Basis für einen neuen Dialog aus erster Hand über die Rolle der Wissenschaft in der Politik, Religion, Philosophie, Kunst und Wirtschaft“, heißt es in der Eigenbeschreibung. Derzeit bloggen dort 37 Autoren aus Journalismus und Wissenschaft. ScienceBlogs.de ist eine Beteiligung der Burda Research & Development (R&D) (siehe Pressemitteilung Hubert Burda Media). Marc Scheloske wird uns dieses Netzwerk zunächst vorstellen. Bei Turi2 finden Sie ein aktuelles Interview mit Scheloske.

Moderation
Thomas Mrazek, Vorsitzender des Fachausschuss Online im Deutschen Journalisten-Verband (DJV) und im Bayerischen Journalisten-Verband (BJV) und freier Medienjournalist wird die Veranstaltung moderieren.

Teilnahme
Aufgrund der geringen Raumkapazität können an dieser Veranstaltung nur Mitglieder des Bayerischen Journalisten-Verbands (BJV) teilnehmen. Wir bitten um persönliche Anmeldung per E-Mail unter:
kontakt@thomas-mrazek.de.

Veranstaltungsort
Die Diskussion findet am Dienstag, 31. März 2009, 19 Uhr s.t. in den Räumen des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V. (ifp) – Katholische Journalistenschule statt. Das ifp hat seinen Sitz in der Kapuzinerstraße 38 in München. Auf der ifp-Website finden Sie eine Wegbeschreibung und Anfahrtstipps.

Donnerstag, 12. März 2009

DJV-Pressemitteilung "Amoklauf: DJV betont Chronistenpflicht"

Zu der heute vom Deutschen-Journalisten-Verband (DJV) verschickten Pressemitteilung "Amoklauf: DJV betont Chronistenpflicht" stelle ich fest: Als Vorsitzender des Fachausschusses Online im DJV wurden weder ich noch meine Fachausschuss-Kolleginnen und -Kollegen von den Verfassern der Pressemitteilung konsultiert.

Dienstag, 24. Februar 2009

BJV-Veranstaltung: Wann kommt das Web 3.0? – Chancen und Zukunft des interaktiven Internets

Wann kommt das Web 3.0? – Chancen und Zukunft des interaktiven Internets
Vortrag von Sandra Liebich, news aktuell beim
Bayerischen Journalisten-Verband (BJV)
Dienstag, 10. März, 19 Uhr s.t. in der BJV-Geschäftsstelle (Nähe Hbf.), München

Das Web 2.0 spielt eine immer größere Rolle auch für Journalisten. Vor allem freie Kollegen nutzen es zur Selbstvermarktung. Und auch das Publikum, das Medien bisher nur passiv konsumierte, produziert jetzt Inhalte, die von Journalisten interessiert und oft kritisch beobachtet werden.

Wie können Journalisten Twitter, Tagging, Social Media und das Mobile Web nutzen – und wo liegt die Zukunft des Web 2.0?

Sandra Liebich (Xing-Profil) Product-Manager bei news aktuell (ein Unternehmen der dpa-Gruppe) in Hamburg, führt ins Thema ein und stellt sich der Diskussion.

Wir freuen uns auf Eure zahlreiche Teilnahme. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch bitten wir Euch, möglichst pünktlich um 19 Uhr s.t. zu kommen (Anfahrtsskizze, München, Seidlstr. 8, unter).

Mittwoch, 18. Februar 2009

Schon wieder: Schnulzenalarm bei der "Abendzeitung"

Gestern "geißelte" der "AZ"-Chefredakteur Arno Makowsky in der Redaktionskonferenz noch den "Schnulzenjournalismus" in der eigenen Zeitung, was erfreulicherweise im Twitter-Angebot des Blattes zu lesen war (siehe auch "Twitter: Wider den redaktionellen Ernst ...") . Konkret ging es um den Anreißer: "Veronica Ferres: Glückliches Lächeln und ein Herz aus Gold". "AZ"-Sportreporter Oliver Griss hat vermutlich nix von dieser Kritik mitbekommen.

Heute hat er im Sportteil einen rührenden Artikel mit der Überschrift "Verliebt in München" in der Zeitung, welcher Postillen wie dem "Goldenen Blatt" zur Ehre gereichen würde. Es geht darin um den Anfang Februar von Borussia Dortmund zum TSV 1860 gewechselten Spieler Antonio Rukavina. Es ist wirklich erbärmlich, was da mit rund 2.500 Zeichen runtergeschrieben wurde: Piep, piep, wir haben uns alle lieb ("lieb" findet sich sechs mal in diesem Text). Und München ist ja sooo toll. Handfeste Informationen über den Menschen Rukavina gibt es darin kaum. Es ist ja kein Porträt, sondern nur ein Rührstück (online seit gestern Nachmittag).

Ja, und? Das tut doch keinem weh, oder? Doch dem Leser, der dafür bezahlt. Wie oft habe ich schon solche Stücke lesen müssen, über Weißwurst essende ausländische Fußballer, die München eben ganz toll finden. Ja mei, es ist nun mal so, er hat tatsächlich Weißwürste gegessen. Es sind immer die gleichen Textbausteine. Natürlich darf es auch mal menscheln, darf es mal leichtere Kost geben, aber dann doch bittschön a bisserl gehaltvoller und informativer. Obendrein könnte man sich als Leser der gedruckten Zeitung noch über das raumfüllende Sofabild von Rukavina und seiner Freundin mokieren.

Bei der "Bild" gibt es heute das gleiche Thema als "Liebeserklärung an München". Nur dass die beiden Redakteure offenbar besser recherchiert haben, sie schreiben nämlich davon, dass Rukavina schon einen Mietvertrag in München unterschrieben habe, während er laut "AZ" noch auf der Suche sei. Oh mei!

Anmerkung: Ich bin Löwenfan seit gut 30 Jahren und lese die "AZ" (als Zweitblatt) fast täglich seit 20 Jahren. Beides erfordert mitunter eine hohe Leidensfähigkeit ...

Nachtrag

Auch über die zum Teil gestammelten Knast-Tipps für Uschi Glas' Sohn Ben Tewaag des "AZ"-Kolumnisten Michael Graeter in der heutigen Ausgabe könnte man diskutieren (Auszug: "Dagegen sollte man tunlichst vermeiden, sich mit irgendwelchen Cliquen anzufreunden – dies könnte im schlimmsten Fall zu gefangeneninternen Maßnahmen führen. Stichwort, im Duschraum: Bück Dich nach der Seife."). Handwerklich zu monieren ist hier, dass nicht explizit darauf hingewiesen wird, wie lange und warum Graeter im Gefängnis war (da hätte man doch nur im Archiv der eigenen Zeitung nachschauen müssen). Das wäre auch ein Dienst am Leser gewesen, selbstverständlich ohne das Graeter sein Gesicht dabei verliert.

Gerne bezeichnen die "AZ"-Redakteure ihre neuen, im Herbst 2008 bezogenen Redaktionsräume als Raumschiff, etwas mehr Bodenkontakt (etwa in Form von Sorgfalt) wäre in Zeiten der Medienkrise (neuestes Opfer "Vanity Fair") wohl angebracht, oder?

Nachtrag 19.02.09
Oh mei: Die "Abendzeitung" will offenbar seit gestern nicht mehr meinem Twitter-Feed folgen - ziemlich albern.

Dienstag, 17. Februar 2009

Twitter: Wider den redaktionellen Ernst ...

screenshot_twitter.com_abendzeitungRedaktionelle Selbstkritik bei der Münchner "Abendzeitung", allerdings lesen derzeit nur rund 370 "Follower" (vor drei Wochen waren es noch 35, ergänzte die "Abendzeitung" eben) das Twitter-Angebot der Boulevard-Zeitung. Ich betrachte das bislang eher als Klamauk; gehaltvolle inhaltliche Diskussionen lassen sich über Twitter nicht führen, wie die "Abendzeitung" und ich letzte Woche feststellen mussten (ja, ich habe dabei über die Stränge geschlagen).

Ich könnte mir vorstellen, dass es in einem halben Jahr viele Twitter-Angebote von Medien nicht mehr geben wird oder dass sie zumeist nur mehr oder weniger automatisch bespielt werden (sprechen wir Ende August doch noch mal darüber). Ich will die Bemühungen dieser Zeitung und anderer Medien damit aber auf keinen Fall in die Tonne treten, es ist insbesondere in Krisenzeiten löblich, wenn neue Dinge ausprobiert werden, da kann es ruhig auch mal etwas klamaukig werden. Zur Mahnung auch ein aktueller Twitter-Beitrag meines Kollegen Fiete Stegers: "Ob Twitter inzwischen weltweit schon mehr Arbeitsstunden gefressen hat als Solitaire?".

Für die Metaebene: In meiner Bookmark-Sammlung gibt es rund 150 Beiträge zu Twitter.

alles finden

 

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Diigo

alles neue

Wo geht’s lang im Online-Journalismus?...
Dieses Blog ruht. Etwas. Natürlich biete ich Ihnen...
Netzjournalist - 2026/03/07 06:32
ich
Das Blog Thomas Mrazek ist der +++ netzjournalist...
Netzjournalist - 2026/01/21 18:10
Quellen finden ist nicht...
Es wird mit der Zeit immer schwieriger, gute Nachschlagewerke...
i-favoriten - 2018/08/18 06:11
Hardy Prothmann entschuldigt...
Hardy Prothmann entschuldigt sich https://www.facebook. com/hardy.prothmann/posts/ 10152634060500489 Ein...
Sven Temel (Gast) - 2014/08/21 08:11
Wow
Ich habe dieses Werk erst kürzlich entdeckt und war...
Leser (Gast) - 2013/09/04 20:59

alles seit

Online seit 7781 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2026/03/11 07:32

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