notabene

Freitag, 9. Mai 2008

Amateur-Videos: Fußballverband grätscht Hartplatzhelden vor Gericht ab

Das Landgericht Stuttgart hat gestern der Klage des Württembergischen Fußballverbands (WFV) entsprochen, der dem Portal Hartplatzhelden untersagen will, Videos von Wettbewerbsspielen aus seiner Region zu zeigen. Ein formidables Eigentor haben die WFV-Apparatschiks aus Stuttgart da geschossen.

Aber noch gibt es Hoffnung: "[D]ie Hartplatzhelden nehmen die Hinspielniederlage aufgrund schwacher Schiedsrichterleistung sportlich und gehen in die nächste Instanz", schreibt Jürgen Kaube in der "FAZ" in seinem außergewöhnlich parteiischen Artikel "Kein Platz für Amateure im Internet".

Auch ich bin parteiisch in dieser Sache: Ich drücke dem geschätzten Journalisten-Kollegen und anerkannt Fußballverrückten Oliver Fritsch, der mit seinem Team dieses Portal betreibt, die Daumen für das "Rückspiel".

Auf Hartplatzhelden.de kann man sich in einer Unterschriftenliste solidarisch mit den Betreibern zeigen, dort findet sich auch ein Pressespiegel, der den Ärger über das mangelnde Medien- und Kulturverständnis der württembergischen Fußballfunktionäre eindrucksvoll dokumentiert.

Dienstag, 6. Mai 2008

Ich bin kein Blog-Stachanowist!

Im Weblog Medienlese mahnt der geschätzte Autor Ole Reißmann mich schon mal höflich an: "Immerhin noch auf drei Posts im April kommt der Netzjournalist", heißt es im Beitrag mit dem niederschmetternden Titel "Bloggerland scheint ausgebrannt". Drüben, in meinem anderen Blog, dem Gemeinschaftsangebot Onlinejournalismus.de sieht es auch nicht viel besser aus, zumindest von meiner Seite. Was ist los? Nun, ein Blog-Stachanowist war ich ja noch nie. Es fehlt mir einfach die Zeit und die Muse, zum Bloggen. Aber ich will freilich irgendwann wieder mehr machen, ich fühle mich (noch) nicht ausgebrannt. (-;

Fast täglich gibt es meine Fundstücke zum Thema (Online-)Journalismus unter: http://del.icio.us/Onlinejournalismus.

Wesentlich engagierter setzt sich Christian Jakubetz (auch kein Blog-Stachanowist!) mit dem Thema auseinander: "Bloggerland ist nicht ausgebrannt".

Freitag, 25. April 2008

Kleine Linksammlung zum Onliner-Seminar

Diese Linksammlung dient als Ergänzung zu einer eintägigen Schulung. Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an Thomas Mrazek.


Onliner-Lesezeichen-Sammlung von Thomas Mrazek

Seit Februar 2008 pflege ich diese Lesezeichen-Sammlung, hauptsächlich zum Thema Onlinejournalismus und verwandte Gebiete.

del.icio.us/Onlinejournalismus
Kurzform des URLs: tinyurl.com/2ea3lp

Tipp: Wenn Sie nur Lesetipps zum Thema Onlinejournalismus erhalten wollen, haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, nur diese spezielle Seite ab und zu anzuschauen: del.icio.us/Onlinejournalismus/Onlinejournalismus
oder nur den Feed zu diesem Thema zu abonnieren: del.icio.us/rss/Onlinejournalismus/Onlinejournalismus



Einige Notizen zum Nachsurfen


Symbolfotos

Stefan Niggemeiers Weblog
Stefan Niggemeiers lehrreiche Sammlung von „Super-Symbolfotos“
www.stefan-niggemeier.de/blog/index.php?s=super-symbolfotos
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bgxh

Bildergalerien

Express.de: Willi Herren – Joggen gegen den Absturz – eine schöne Boulevardgeschichte*
* Wenn man mal vom Unwort "spacke" absieht ...
www.express.de/servlet/Satellite?pagename=express/index&pageid=1004370693460&rubrikid=200&ressortid=100&articleid=1207050444986
Kurzform des URLs: tinyurl.com/4n8nrr

Thüringer-Allgemeine.de – Viel zu starke Betonung der Bildergalerien auf der Startseite

www.thueringer-allgemeine.de

Thüringer-Allgemeine.de: Retter im Einsatz
www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.retter.php
Kurzform des URLs: tinyurl.com/4ueb6f

RP Online: Willi Herren mit 2,5 Promille verhaftet – Wie verarbeitet eine Regionalzeitung das Thema, wie zieht sie den Nutzer noch mehr in ihre Seite rein.
www.rp-online.de/public/article/gesellschaft/leute/550302/Willi-Herren-mit-25-Promille-verhaftet.html
Kurzform des URLs: tinyurl.com/3ro8uk

RP Online: Rangliste: Die 20 gefährlichsten Drogen
www.rp-online.de/public/bildershowinline/aktuelles/wissen/gesundheit/22589
Kurzform des URLs: tinyurl.com/5wq7se

RP Online: Fotostrecke: So wirken Drogen auf Ihr Gehirn
www.rp-online.de/public/bildershowinline/aktuelles/wissen/gesundheit/29997
Kurzform des URLs: tinyurl.com/68vyld

„RP Online greift ins Klo“
www.coffeeandtv.de/2008/03/13/rp-online-greift-ins-klo
Kurzform des URLs: tinyurl.com/4nj6sw

Stern.de vergreift sich im Ton
www.stefan-niggemeier.de/blog/super-symbolfotos-37
Kurzform des URLs: tinyurl.com/4ntuec

RP Online: „Fotostrecke“: Die gesündesten Städte Deutschlands (84 Seiten!)

www.rp-online.de/public/bildershowinline/aktuelles/wissen/gesundheit/26514?skip=3&refback=/public/article/aktuelles/gesellschaft/leute/550302|article
Kurzform des URLs: tinyurl.com/5txahj

Hans-Jürgen Jakobs und der “Journalismus in Gefahr” – ein Nachdenkstück zum Mitklicken

Eine etwas polemisch angelegte Seite von Thomas Mrazek zum Thema Bildergalerien ...
www.onlinejournalismus.de/2007/07/19/hans-juergen-jakobs-und-der-journalismus-in-gefahr-ein-nachdenkstueck-zum-mitklicken
Kurzform des URLs: tinyurl.com/2che7z


Überschriften

Netzjournalist: Showdown bei SpOn
Etwas viel „Showdowns” in einer Spiegel Online-Aufmachergeschichte: In der Überschrift, im Vorspann und im Fließtext ...
netzjournalist.twoday.net/stories/3186776
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bby1

Spiegel Online: „Rekordboni für Investmentbanker: $o $chön war$ noch nie“
Lustig oder albern?
www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,455885,00.html
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bbyq

Spiegel Online: „Alltag in Bagdad: Fickificki, one dollar”
Ich fand’s degoutant, Ex-SpOn-Chef Mathias Müller von Blumencron fand’s „machbar“. Meiner Meinung nach verhunzte diese Überschrift einen sehr guten Artikel.
goa2003.onlinejournalismus.de/webwatch/interviewblumencron.php
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bbyb

onlinejournalismus.de: „Drah Di net um, der Paparazzi geht um“
Kritik eines Lesers: „Ich schätze Ihr Magazin sehr, aber mit dieser Überschrift konnte ich beim besten Willen nichts anfangen.“ In dem Artikel von Thomas Mrazek ging es darum, dass die Wiener „Krone“ ihre Leser zum Fotografieren animierte. Ja, mei ... (-;
www.onlinejournalismus.de/2006/08/30/drah-di-net-um-der-paparazzi-geht-um
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bbya

onlinejournalismus.de: Im Quotenparadies: Wie Klickzahlen die redaktionelle Arbeit verändern
www.onlinejournalismus.de/2006/08/03/im-quotenparadies
Kurzform des URLs: snipurl.com/1biji


Mit Links arbeiten

Hamburger „Mopo“: In 9 Minuten war’s vorbei
archiv.mopo.de/archiv/1997/19970926/9168010065766.html
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bha3

Das Negativbeispiel schlechthin aus der „Internet“-Steinzeit: Alles was bei fünf nicht auf den Bäumen ist, wird verlinkt, könnte das Motto damals gelautet haben. Schön, dass das Beispiel auch nach elf Jahren noch online ist. (-;

Spiegel Online: Pamphlet von Ex-Terrorist: Söder nennt Begnadigung von Klar undenkbar
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,468712,00.html
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bh84

Eine sehr gute Lösung: Mischform von Links innerhalb des Textes und am Textende. Innerhalb des Textes wird nur auf die aktuellste Seite verwiesen, im Kasten am Textende wird chronologisch auf weitere Texte verwiesen.

Telepolis: Schwer ist leicht was
Ein „Aufstöhnen“ von Thomas Mrazek über journalistische Blogger mit 31 Links.
www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20956/1.html
31 Links – zu viel des Guten? Darüber kann man trefflich streiten, ich hielt es für die Zielgruppe zumutbar.

In der Druckversion werden die Links als Fußnoten dargestellt, eine gute Lösung:
www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=20956&mode=print
Kurzform des URLs: tinyurl.com/4h7rur


Google sei mit uns

This boring headline is written for Google
Interessanter Beitrag dazu bei Spiegel Online: „Optimierte Nachrichten: Google statt Witz“
www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,410755,00.html
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bbzn

Suchmaschinentricks
www.suchmaschinentricks.de


Weblogs und (Online-)Journalismus

Matthias Armborst: Kopfjäger im Internet oder publizistische Avantgarde? Was Journalisten über Weblogs und ihre Macher wissen sollten. Band 4 der Reihe: Recherche-Journalismus und kritische Medienpolitik Herausgeber: Netzwerk Recherche. Münster, 2006. 245 Seiten, 14,90 Euro. ISBN 3-8258-9633-1.

Zu diesem Werk habe ich das Vorwort geschrieben. Mehr zu diesem Buch finden Sie unter: www.matthias-armborst.de/das-buch

Wo gibt es Berührungspunkte zwischen Weblogs und Journalismus?
Vortrag für den DJV im März 2006. Dort finden Sie auch weitere Literaturhinweise.
netzjournalist.twoday.net/stories/1679324
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bh2k


Video: Anlaufstellen nicht nur für VJs

Der Elektrische Reporter
Mario Sixtus’ Videoblog wird bei Handelsblatt.com angeboten. „Seit September 2006 berichtet Sixtus einmal wöchentlich vor einer Video-Retro-Kulisse in Schwarz-Weiß zehn bis 20 Minuten lang über Internet-Themen und interview dabei jeweils ein Gast. Ganz im Sinne des Web 2.0 ist der „Elektrische Reporter“ unter dem Creative Commons-Abkommen lizenziert und kann somit von Privatnutzern beliebig weiter verarbeitet werden.“ (Aus dem „Journalist“-Artikel „Fingerübungen“, einem umfangreichen Dossier zum Thema Weblogs und Journalismus von Thomas Mrazek, erschienen im Sommer 2007).
www.elektrischer-reporter.de

Websehen
Mit der „Dokumentation und Analyse journalistischer Videoformate im Internet“ beschäftigt sich dieses Weblog. – Wunderbar gemacht!
www.websehen.net

Videojournalismus.net
Dieses Blog schweigt seit November – wohl aus einem guten Grund: Die Macher haben zu viel zu tun!
www.videojournalismus.net

R73
Privates Blog des Videojournalisten Roman Mischel, der dort ab und zu nützliche Tipps gibt und über seine Arbeit nachdenkt.
www.r73.net

Das fliegende Auge
Markus Hündgen ist VJ bei Der Westen. „Sie sind immer auf Achse. Ganz nah dran. An den Geschichten, an den Menschen. Die Videokamera im Anschlag. Einzelkämpfer im multimedialen Dschungel. Videojournalisten - kurz VJs genannt. Im Internet finden sie ein neues Zuhause. Fernab der verstaubten Konventionen des Massen-Fernsehens. Video Punks. Dies ist die Geschichte über einen von ihnen.“
www.derwesten.de/blogs/fliegendesauge

Digitaler Film
„Film und Fernsehen im digitalen Rauschen“, auch hier kann man nur sagen: Wunderbar!
www.gugelproductions.de/blog

ISO 800
„ISO 800 ist ein Blog von Fabian Mohr, München, über Fotoreportage, Video und Multimedia.“ – Hier könnten Sie auch auf Ihre Kosten kommen.
www.fabianmohr.de/iso800


Bürgerjournalismus

Einige wenige Beispiele (mehr gerne auf Anfrage)

Opinio (RP Online)
www.opinio.de

Einestages (Zeitgeschichts-Community von Spiegel Online)

einestages.spiegel.de

myheimat (Gogol Medien, Augsburg)
www.myheimat.de

Siehe hierzu auch Artikel von Thomas Mrazek bei Onlinejournalismus.de: Stadtgeflüster mit Gewinn
www.onlinejournalismus.de/2007/09/27/myheimat-stadtgefluester-mit-gewinn
Kurzform des URLs: tinyurl.com/yw99g2


Hey, hey Wiki!


Münchenwiki
Ein vorbildliches Stadtwiki, dass – obgleich nur nebenbei als Hobby betrieben – immerhin schon über 3.000 Artikel hat (beachtlich ist auch das Partnerprojekt Münchenblogger, das bis zu 3.000 Nutzer täglich anzieht).
www.muenchenwiki.de
www.muenchenblogger.de

Regiowiki der HNA
regiowiki.hna.de/Hauptseite

Franken-Wiki der „Nürnberger Zeitung“
www.franken-wiki.de


Google Maps

Google Maps auf der Website – was ist erlaubt, was nicht?
www.akademie.de/fuehrung-organisation/recht-und-finanzen/tipps/recht/google-maps-erlaubt-privat-gewerblich.html
Kurzform des URLs: tinyurl.com/64fhpd

Frankfurter Rundschau Online: Radwege in Frankfurt
www.fr-online.de/radwege

Pothole Map von Bakersfield
www.bakersfield.com/864

Brennende Autos in Berlin
www.brennende-autos.de

Zeit Online: Wolfram Siebecks Europakarte
www.zeit.de/leben/geniessen/siebeck_map

Literaturtipps
Die meisten der unten genannten Titel habe ich rezensiert und kann Sie alle mit gutem Gewissens empfehlen.

Online schreiben
Bettina Blaß, Stefanie Teufel: Texte schreiben fürs Web. Was Sie als Webprofi über das Schreiben guter Texte wissen müssen. Markt + Technik Verlag, 2003, 135 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 3-82726-531-2.

Stefan Heijnk: Texten fürs Web. Grundlagen und Praxiswissen für Online-Redakteure. dpunkt.verlag, Heidelberg, 2002, 178 Seiten, 35,00 Euro, ISBN 3-93258-899-1.

Gabriele Hooffacker: Online-Journalismus. Schreiben und Gestalten für das Internet. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis. 2. Aufl. List, München, 2004, 256 Seiten, 18,90 Euro, ISBN 3-47179-449-2.

Ingo Lackerbauer: Handbuch für Online-Texter und Online-Redakteure. Springer, Heidelberg, 2003, 240 Seiten, 39,95 Euro, ISBN 3-54044-093-3.

Klaus Meier (Hg.): Internet-Journalismus. 3. Aufl. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz, 2002, 487 Seiten, 29,90 Euro, ISBN 3-89669-353-0.

Matthias Spielkamp / Melanie Wieland: Schreiben fürs Web. Konzeption – Text – Nutzung. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz, 2003, 303 Seiten, 24,90 Euro, ISBN 3-89669-359-X.


Online-Redaktion

Saim Rolf Alkan: Handbuch Online-Redaktion. Galileo Business, 2003, 300 Seiten, 29,90 Euro, ISBN 3-89842-207-0.

Julia Bönisch: Meinungsführer oder Populärmedium? Das journalistische Profil von Spiegel Online. Netzwerk Recherche: Recherche-Journalismus und kritische Medienpolitik Band 3. Lit Verlag, 2006, 178 Seiten, 12,90 Euro, ISBN 3-825893-79-0.

Netzwerk Recherche (Hg.): nr-Werkstatt: Online-Journalismus. Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der Internet-Kommunikation. Netzwerk Recherche, Wiesbaden, 2005, 160 Seiten, kostenlos, (im Druck vergriffen),
Download-Möglichkeit als PDF: 160 Seiten, 1.467 KB
www.netzwerkrecherche.de/docs/nr-OnlineJournalismus.pdf
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bgtr


Websites zum Online-Journalismus und verwandten Gebieten (kleine Auswahl)

onlinejournalismus.de – das Magazin zum Thema
Obacht Eigenwerbung!
www.onlinejournalismus.de

Die Website zu Gabriele Hooffackers Buch „Online-Journalismus“ www.onlinejournalismus.org

KommDesign.de
Sehr praxisnahe Seite zu Themen wie Usabilty, Kommunikation, Psychologie, Software-Ergonomie, Webdesign und so weiter.
www.kommdesign.de

Dr. Web – Webdesign-Magazin
Nicht abschrecken lassen, auch hier finden sich zahlreiche praktische Informationen für Journalisten.
www.drweb.de

Usability
Ansgar Zerfaß, Hansjörg Zimmermann (Hrsg.): Usability von Internet-Angeboten - Grundlagen und Fallstudien (PDF-Dowload, sehr empfehlenswerter Einstieg!)
www.doit-online.de/cms/do+it.service/Publikationen?detailid=83
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bie8


Sonstige praktische Tipps rund um den (Online-)Journalismus

Wikipedia als Journalist korrekt nutzen


Artikel aus dem "journalist“
netzjournalist.twoday.net/stories/890885
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bgtp

Flickr, Furl, Wiki & Co. – Welche Social Software brauchen Journalisten?

Sehr knappe Zusammenstellung für Einsteiger.
netzjournalist.twoday.net/stories/3180406
Kurzform des URLs: snipurl.com/1biep

Unwörter im Journalismus

Ein dreiseitiger Ratgeber der Medienzeitschrift „VISDP“, Ausgabe 8/2005: „Man hört sie oft, manchmal gebraucht man sie leider sogar selbst: dümmliche Floskeln, Wortgeklimper, Bürokratensprech. Wir haben uns von DPA, AFP, Tagesschau, Blitz und TAZ Listen mit den Wörtern schicken lassen, die Journalisten lieber nicht benutzen sollten – und warum nicht.“
PDF, 3 Seiten,172 KB
www.visdp.de/sammelseiten/Unwoerter.pdf
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bbuh

Newsletter: Duden-Sprachtipps

Der Duden-Newsletter bietet alle zwei Wochen eine unterhaltsame Mischung aus Informationen zu Rechtschreibung und Grammatik, Tipps zum Sprachgebrauch und Wissenswertem rund um die deutsche Sprache. Im Archiv finden Sie ältere Ausgaben zum Nachlesen.
www.duden.de/newsletter

Heißt der sibirische Fluss Jenissej, Ienissei, Yenisey oder Enisej?

Damit Sie nicht länger Googlen müssen, sollten Sie auf diesem Journalistenportal nachschauen.
www.agenturjournalismus.de/index.php?option=com_content&task=view&id=13&Itemid=27
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bbup

Newsletter: Zwiebelfisch – Deutschlands beliebteste Sprachkolumne

Der Zwiebelfisch-Newsletter informiert Sie über die jeweils aktuelle Kolumne und verweist darüber hinaus auf alle anderen Artikel aus dem Zwiebelfisch-Universum, die in letzter Zeit hinzugekommen sind: neue Einträge ins Zwiebelfisch-Abc, lauter kleine Zwiebelfischchen, Fragen und Post an den Zwiebelfisch.
www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,340796,00.html
Kurzform des URLs: snipurl.com/1bbuu

Mittwoch, 23. April 2008

Wunderbares Websehen

Heute meldete das Adolf-Grimme-Institut, dass die Nomininierungen für den Grimme Online Award 2008 (hoffentlich dieses Jahr ohne seltsame Entscheidung etc. pp.) am 8. Mai bekanntgegeben werden. Ja, der Preis hat für mich immer noch einen gewissen Wert, mit Onlinejournalismus.de haben wir ihn 2003 in der Kategorie Medienjournalismus gewonnen. Ein paar Monate später demolierte ich den schönen Pokal. Versehentlich, selbstverständlich. Ach, was ich eigentlich sagen wollte: Ich würde mich sehr freuen, wenn etwa das Weblog Websehen ("Dokumentation und Analyse journalistischer Videoformate im Internet") diesen Preis in diesem Jahr erhalten würde. Nur mal so gesacht. (-;

Dienstag, 15. April 2008

Geokodierte Nachrichten: Noch ist die Kirche im Beta-Dorf

screenshot_suedwest-presse"Ganz neue Möglichkeiten der Nutzung" möchte die "Südwest Presse" mit ihrem neuen Online-Auftritt für Ulm und Neu Ulm bieten. Alle Meldungen auf der Seite sind geokodiert: "So sieht der Nutzer auf einen Blick, wo sich etwas ereignet hat", schreiben die Schwaben.

Es ist das übliche Spielchen: Auf einer Karte werden durch Zeilensymbole Nachrichten symbolisiert, mit Zahlen Veranstaltungshinweise. Nach dem Anklicken erhält der Nutzer die jeweilige Meldung, umgekehrt funktioniert das Ganze (noch?) nicht: beim Klick auf "Karte" erscheint nur die ganze Karte ohne auf den jeweiligen Ort zu verweisen. Die Karte basiert auf Microsofts Virtual Earth.

Die Mischung von Anreißern weniger Meldungen in der linken Spalte und die Anzeige aller Meldungen auf der Karte ist unübersichtlich und irritierend, das ist einfach noch zu unausgereift. Die angepriesene Suche nach Ämtern oder Geldautomaten funktioniert noch nicht; aber im Seitenkopf sieht man ja auch noch das Wörtchen "beta". Unterm Strich ist es ein interessanter Ansatz, den wir weiter beobachten werden.

Mittwoch, 2. April 2008

Als Verlag ins Internet investieren? Find ich immer gut ...

Im aktuellen Newsletter von News Aktuell (Download als PDF, 8 Seiten, 1,33 MB) heißt es: "Die meisten deutschen Journalisten sind der Meinung, dass sich die Investitionen der Verlage in Internetangebote und Web-Firmen lohnen werden. Das ergab der Medien-Trendmonitor der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor".

Die konkrete Frage lautete "Verlage investieren im großen Umfang in Internetangebote und Internetfirmen. Lohnt sich das?" Die Antworten waren in der Tat überwiegend positiv, wobei Mehrfachnennungen möglich waren (danach waren es sogar über 100 Prozent, die das Ganze irgendwie positiv sahen).

Ja eine gute Sache, investieren ins Internet, ist doch zukunftsweisend, und die meisten Online-Redaktionen sind doch eh noch personell chronisch unterbesetzt, wie kürzlich ja sogar die Umfrage zum Onlinejournalismus des arbeitgebernahen Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) belegte, wo resümiert wurde: "Für den hochwertigen Journalismus im Netz sind das nicht die besten Bedingungen." Also, um es mal salopp zu formulieren: "Her mit der Kohle!"

Nur ist eben so, dass einige Verlage viel Geld in Objekte investieren, die ich gelinde gesagt für virtuelle Luftschlösser halte (ausführlicher hierzu etwa mein Artikel "Millionenschweres Provisorium" in "Journalist" 9/2007, leider nicht online). Weitere Kritik an Investitionen für gewisse Onlineplattformen äußerte in der März-Ausgabe des "Journalist" Falk Lüke: Damit sich das große Engagement der Verlage auch auszahlt, benötigen diese vor allem die Aufmerksamkeit der Nutzer. Folge: "Journalistische Angebote vermischen sich jedoch häufig mit den verlagseigenen 'neuen Geschäften'. Auch in den Navigationen von zeit.de oder Spiegel Online sind die kommerziellen Verlagsangebote nicht als Werbung erkennbar", schreibt Lüke.

Die meines Erachtens etwas blumige Fragestellung und Interpretation der oben genannten Umfrage könnte ein Gegenstand bei den kommenden Diskussionsrunden von News Aktuell innerhalb der Media Coffee-Reihe sein, die im gleichen Newsletter angekündigt werden. Darin wird erwähnt, dass "Verlage zunehmend Internetfirmen [aufkaufen], die mit dem eigentlichen Kerngeschäft wenig zu tun haben."

Nachtrag 03.04.08
Als vernünftiges Investment eines Verlagshauses betrachte ich beispielsweise die gestern verkündete Beteiligung des Madsack MediaLabs an MyHeimat, eine der wenigen auch ökonomisch funktionierenden Bürgerjournalismus-Plattformen (wir berichteten).

Nachtrag 04.04.08
Eine Aufstellung der "Beteiligungen und Marken in den digitalen Medien – außerhalb des Markenkosmos der traditionellen Medien" entdeckte ich eben (via Hugo E. Martin) bei Werben & Verkaufen. Das von der Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants GmbH erstellte Papier ist auf dem Stand vom Februar 2008 (Download als PDF, 2 Seiten, 115 kb).

Montag, 10. März 2008

BR-Online in frischem Gewand: Mia gfoits

br-relaunch_screenshotNach gefühlten 20 Jahren hat der Bayerische Rundfunk heute sein neu gestaltetes Web-Angebot freigeschaltet: Mir gefällt's. Freilich bin ich Lokalpatriot. Zunächst ist es mal heller geworden, sehr viel Weißraum (zu viel?) ist da (vorher war's ziemlich kunterbunt, vor allem das Dunkelblau wirkte doch arg kühl). Das Angebot ist übersichtlicher geworden, da hat man sich viel Mühe gegeben; der Nutzer kann auf mehreren Wegen zur gewünschten Information gelangen: Inhaltsverzeichnis, Sendungen A-Z, Suche.

Das klingt zwar nach nix Besonderem, aber wer schon mal eine Website konzipiert hat, weiß, wie schwierig das ist – hier ist es gut gelungen. Auch die Hauptnavigation wirkt übersichtlich und weist auf die wesentlichen Inhalte hin (so hätte ich's auch gemacht!): Radio, Fernsehen, BR-Mediathek.

"Neu ist, dass sich die BR-Programme online aus einem Guss präsentieren", auch dieser Fortschritt ist zu begrüßen. Ausführlich erklären die BR-Onliner die neue Seite "In eigener Sache".

Damit auch jedes Klischee bedient wird: Die aktuelle Aufmachermeldung beschäftigt sich mit Bodenständigem: "Oktoberfest 2008: Noch sind Plätze frei" (Bild: Eine Bedienung mit Maßkrügen). Ja mei, so san's halt. Über die allzu bajuwarische Themenauswahl zu meckern, geht freilich nicht. Es gibt keine Kommentarfunktion. Auch RSS-Feeds vermisse ich etwa im Aktuell-Bereich.

Das soll nur ein kurzer Überblick gewesen sein (natürlich finden sich noch einige Fehler), sicher haben unsere Leser und/oder Kritiker des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Barrierefreiheitsexperten und wer auch immer noch etwas zu bemerken.

Donnerstag, 14. Februar 2008

Umfrage des IW Köln zum Online-Journalismus

Einige interessante Fakten bietet eine Umfrage des arbeitgebernahen Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) zum Online-Journalismus. Befragt wurden Online-Redaktionen in 46 Zeitungshäusern. Interessant sind die zahlreichen Fakten in Bezug auf Redaktionsgrößen, Einsatz von Bewegtbildern, Zusammenarbeit mit den Öffentlich-Rechtlichen, Nutzerteilnahme, Aussagen zum Dasein der "armen Verwandten" in den Online-Redaktionen. Auch eines der Resümees ist erwähnenswert: "Für den hochwertigen Journalismus im Netz sind das nicht die besten Bedingungen."

Publiziert wurden einige der Ergebnisse in zwei Beiträgen des vom IW herausgegebenen "Medienspiegel": Teil 1, Teil 2.

Die Netzeitung ist tot, es lebe die neue Netzeitung

Sauber, schlicht, ein wenig kühl, übersichtlich, mit einheitlicher Typographie – so ist mein Eindruck von der neu gestalteten Netzeitung. "Sieben Jahre nach ihrer Gründung hat sich die Netzeitung eine neue Farbe und ein zeitgemäßeres Layout gegeben", schreibt Chefredakteurin Domenika Ahlrichs. Auch ein neues Logo wurde kreiert, der Seitenkopf ist jetzt grün. Auf den ersten Blick erkenne ich die Netzeitung nicht wieder.

Eigentlich ganz gelungen. Eigentlich. Aber, kein Vorwurf an den Designer und die anderen Verantwortlichen, die Seite wirkt auf mich auswechselbar, fast beliebig – Web-Zwo-Null-Stil von der Stange. Und – auch dies soll kein Vorwurf an die Redakteure sein –: "groß" gehört hat man von der Netzeitung seit einem Jahr nicht mehr, sie arbeitet wohl solide aber mit sprödem Stil vor sich hin. Möge ihr das neue Gewand wieder ein wenig mehr Leben einhauchen.

Mittwoch, 13. Februar 2008

Neues Mitmachangebot: Webnews beglückt die Bürger

"Bürgerjournalismus startet in Deutschland unter www.webnews.de/augenzeuge", teilte eben Webnews (Investoren: European Founders Fund, Holtzbrinck Ventures, Lukasz Gadowski, Oliver Jung, Stefan Glänzer) mit. Bisher war das in Köln ansässige Unternehmen nur im Bereich Social News tätig. Obacht, die "Augenzeugen" nicht verwechseln mit Augenzeuge.de, der Fotoplattform des "Stern".

Nicht nur diese Namensgleichheit deutet darauf hin, dass der Markt mit solchen Mitmachangeboten unübersichtlicher wird. Ich bin mal gespannt, was sich davon durchsetzt; als Nicht-Journalist ist doch mein Zeit- und Medienbudget auch nur begrenzt, wer soll, wer will denn da noch überall mitmachen?

Und natürlich hegt Webnews nur hehre Absichten: "Der Bürgerjournalist nimmt einen ganz anderen Blick­winkel als ein professioneller Journalist ein und trägt damit zur Meinungsvielfalt in Deutschland bei." Auf der Website verheißt ein Slogan: "Schreib dich glücklich bei Webnews". Wem dieses therapeutische Versprechen noch nicht aus dem Tränental hilft, für den gibt es noch weitere Anreize: Die zehn besten Augenzeugen ("Dabei ist nicht nur die Anzahl der Berichte bzw. deren Punkte entscheidend, sondern auch insbesondere die Qualität der eingestellten Beiträge.") können nach drei Monaten von Webnews für einen "echten Presseausweis" vorgeschlagen werden (wo steht leider nicht dabei), außerdem bekommen sie "Kleidung im Webnews-Look". Da soll noch mal einer über "AAL" meckern. (-;

Bemerkenswert ist, wie das Holtzbrinck-Portal Deutsche Startups die fade Pressemitteilung aufsext: "Die News-Community Webnews setzt mit der brandneuen Rubrik "Augenzeuge" auf das Trendthema Bürgerjournalismus." Freilich weist Autor Alexander Hüsing nicht darauf hin, dass es sich bei Webnews auch um eine Holtzbrinck-Beteiligung handelt und dass Webnews-Gründer Stefan Vosskötter und die Samwer-Brüder (European Founders Fund) wiederum mit Deutsche Startups verbandelt sind. Auf eine unabhängigere Alternative zum "unkritischen" Deutsche Startups hat kürzlich Medienlese mit Blase2null hingewiesen.

Update, 13.02.08, 15 Uhr
Bei Onlinejournalismus.de, wo ich diesen Artikel auch publiziert habe, kommentierte Alexander Hüsing eben: "Bei Webnews handelt es sich in der Tat um eine Holtzbrinck-Beteiligung. Den Hinweis darauf habe ich schlicht vergessen. Habe ich aber soeben nachgeholt."

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Netzjournalist - 2008/04/25 09:27
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Netzjournalist - 2008/04/23 18:41
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Netzjournalist - 2008/04/15 15:25

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