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Dienstag, 21. September 2010

Besser Online: Wer zahlt für Journalismus im Netz?

Mal etwas Werbung in eigener Sache (ich bin der ehrenamtliche Vorsitzende des Fachausschuss Online im DJV): Der Fachausschuss Online des DJV veranstaltet am Samstag, 9. Oktober die Tagung Besser Online 2010. Die Veranstaltung, die in den Räumen des Funkhaus des Bayerischen Rundfunks stattfindet, steht diesmal unter dem programmatischen Titel „Wer zahlt für Journalismus im Netz?".

Die Tagung bietet viel Nutzwert, Diskurs und das Netzwerken kommen aber auch nicht zu kurz. Und freilich trifft man auf gute alte Bekannte aus der Online-Branche, die man auch gerne mal ansprechen kann: ob Jochen Wegner, Richard Gutjahr, Hardy Prothmann, Christian Jakubetz, Katrin Scheib, Frank Schmiechen, Hennig Krieg oder Dirk von Gehlen (war jetzt ne beliebige und ungewichtete Auswahl). Aber auch einige "neue" Gesichter und Themen sind vertreten.

Besucher, die am Vortag in München sind, können die Online-Redaktionen von Sueddeutsche.de, Focus Online, SPOX.com und BR Online/on3 besuchen.

Weitere Informationen unter: www.besser-online.info, Twitter: @djv_bo, Hashtag: #djv_bo. Hope to meet you! (-:

Montag, 3. Mai 2010

BJV Report: Netzschau: Neue Modelle braucht der Journalismus!

Service-Artikel aus dem "BJV Report" des Bayerischen Journalisten-Verbands (BJV), 2/2010

"Die Zukunftsdebatte des Journalismus gehört auf Seite 1, muss zum ständigen Thema werden", fordert DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Zumindest im Netz ist diese Forderung längst angekommen.

"Digitale Mediapolis", heißt eine Reihe bei Focus Online, die sich mit Medien im Umbruch beschäftigt: "Journalisten und Medienforscher aus den USA sprechen in einer Interview-Serie mit den Medienwissenschaftlern Leif Kramp und Stephan Weichert über die Zukunft der digitalen Öffentlichkeit", heißt es unter: tinyurl.com/digitale-mediapolis. Sueddeutsche.de bringt es mit der Serie "Wozu noch Journalismus?" auf den Punkt: "Wie bisher kann es nicht weitergehen – Journalisten müssen über ihren Job nachdenken." Nachgedacht haben bisher namhafte Kollegen wie Volker Lilienthal, Stefan Niggemeier, Hajo Schumacher und andere: tinyurl.com/wozu-noch. Täglich lesenswerte Beiträge liefert übrigens das neue Online-Ressort Medien www.sueddeutsche.de/medien. Allerdings gibt es dort nicht alle Beiträge aus der Printausgabe der Süddeutschen Zeitung zu lesen. Etwas großzügiger ist da schon Spiegel Online, denn hier gibt es einige Hundert Artikel, die den "Umbruch in der Medienwelt" schon seit einigen Jahren dokumentieren: tinyurl.com/umbruch-medienwelt. Wer sich über den Umbruch ergänzend auf Papier informieren mag, der kann bei der Drehscheibe den 32-seitigen Reader zum 18. Forum Lokaljournalismus der Bundeszentrale für politische Bildung bestellen. Die Veranstaltung beschäftigte sich Ende Januar unter dem Titel "Der bessere Lokaljournalismus" vor allem mit den Herausforderungen des digitalen Zeitalters: www.drehscheibe.org/publikationen/. Nicht nur auf den Journalismus bezogen aber trotzdem erwähnenswert ist auch die FAZ.NET Anfang 2010 eingerichtete Artikelreihe "Digitales Denken – Wie verändert uns das Internet": tinyurl.com/digitales-denken.

Kostenlose Fachbücher
Umbruch und Wandel finden vor allem bei den Geschäftsmodellen für Inhalte statt. Eines der neuen Konzepte ist Freemium: "Freemium ist ein Geschäftsmodell, bei dem Basisdienste gratis angeboten werden und für weitere Dienste ein Preis verlangt wird. Freemium ist ein Kunstwort bestehend aus 'free' und 'premium'. Viele Internetfirmen benutzen Freemium als Geschäftsmodell, so zum Beispiel Skype, Flickr und XING (...)", heißt es im Wikipedia-Beitrag zu Freemium (de.wikipedia.org/wiki/Freemium). Ganz neu ist Freemium freilich nicht, im Onlinejournalismus ist das Modell mehr oder weniger von Beginn an gang und gäbe. Neu und vielleicht zukunftsweisend ist dabei vielleicht der Buchmarkt. Die Leipziger Internet-Seite PaperC (www.paperc.de) wirbt damit, eine Plattform zum kostenfreien Lesen von Fachbüchern anzubieten. "Finanziert wird PaperC durch ein Freemium-Modell: Lesen und Durchsuchen aller Texte ist kostenfrei, darüberhinaus bietet PaperC Premium-Funktionen. Textstellen lassen sich speichern, drucken und mit Notizen und Anmerkungen versehen, der Nutzer zahlt einen Seitenpreis", schreiben die Leipziger auf ihrer Website. Immerhin rund zwei Dutzend mitunter sehr bekannte Verlage kooperieren mit PaperC, etwa 3.200 Fachbücher können nach Anmeldung (Name und E-Mail-Adresse) gelesen werden.

Für Journalisten besonders interessant dürften die Bücher aus der Konstanzer UVK Verlagsgesellschaft (www.uvk.de) sein. So können etwa Werke wie "Der Relaunch – Zeitung, Zeitschrift, Internet" oder "Journalistische Qualität" kostenfrei über PaperC gelesen werden. 180 Titel will UVK im Lauf des Jahres zur kostenfreien Volltextsuche und zum Lesen dort bereitstellen. Hoffentlich geht die Rechnung auch für den Verlag auf, mag man da einwenden; wir haben hierzu Bernd Sonneck von UVK befragt (siehe Interview "Kostenfreie Bücher – ein gutes Geschäft?").

Etwas irritiert war hingegen ein Münchner Journalist, der nicht namentlich genannt sein will, als er sein Buch (das von einem anderen Verlag bei PaperC angeboten wird) dort entdeckte: "Der Verlagsvertrag ist ein kompletter Buy-Out, die können mit dem Buch mehr oder weniger machen, was sie wollen, ich erfahre nur durch Zufall von solchen Kooperationen. Und das ärgert mich jetzt schon: man hätte es mir wenigstens sagen können." Es bleibt also abzuwarten, inwiefern sich solche Modelle – ob auf dem Buchmarkt oder im Journalismus – als nützlich und vor allem fair für alle Marktbeteiligten erweisen.

Zeitung nach Maß
Neue Vertriebswege beschreitet auch die Syntops GmbH, seit Ende März bietet das Augsburger Unternehmen mit "PersonalNews" die nach eigenen Angaben "erste individuelle Tageszeitung, bei der Zeitungleser selbst entscheiden, was sie lesen". Die Leser können sich dabei per Mausklick ihre PersonalNews aus den Inhalten von derzeit 14 regionalen, nationalen und internationalen Zeitungen (unter anderem die Münchner Abendzeitung, Hamburger Abendblatt, Washington Post) zusammenstellen. "Die Zeitung nach Maß landet am nächsten Morgen zum Frühstück im E-Mail-Postfach und kann als PDF-Dokument oder im E-Viewer gelesen werden", heißt es in einer Pressemitteilung. Eine Ausgabe kostet derzeit einen Euro, bis Anfang Mai können Sie das Angebot komplett kostenlos testen: www.individuelle-zeitung.de.

Dieser Artikel stammt aus dem BJV Report 2/2010, ältere Ausgaben des Heftes finden Sie zum Download als PDF unter www.bjv-report.de. Die vorigen Ausgaben der Netzschau mit den Titeln "Hoch lebe der Newsletter!" (BJV Report 1/2010) und "Bratwürste, Downloads und Zwitscherer" (BJV Report 6/2009) finden Sie auf der BJV-Website.

Thomas Mrazek

Mittwoch, 20. Januar 2010

BJV: Neuwahl Fachgruppenvorstand und Vortrag und Diskussion: Lesen 2.0 - die aktuellen eReader und ePublishing-Trends

Dienstag, 23. Februar 2010 in der BJV-Geschäftsstelle

18.30 Uhr s.t.: Wahl des Fachgruppenvorstands Online


Bericht und Wahl des Fachgruppenvorstands Online im Bayerischen Journalisten-Verband (BJV).

19 Uhr s.t: Vortrag und Diskussion: Lesen 2.0 – die aktuellen eReader und ePublishing-Trends

Referent

Thorsten Köster, Geschäftsführer LTK Media GmbH, München, Betreiber der eReaderWelt (Twitter: twitter.com/ereaderwelt) – Alles über ePublishing, eBooks und eReader

Inhalte des Vortrags

1. Wie das Internet das Geschäftsmodell der Verlage und das der Journalisten verändert.
* Wer zahlt in Zukunft noch für Content?
2. Überblick über die neuen Online-Erlösmodelle – was funktioniert, was funktioniert nicht.
3. Lesen 2.0: Überblick über die aktuellen eReader und ePublishing-Trends.
* Technologien
* Plattformen
* Geräte: Ipad & Co.
4. Ausblick auf die wesentlichen Zukunftstrends.

Veranstaltungsort, -zeit

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 23. Februar 2010 in der BJV-Geschäftsstelle, Seidlstraße 8, Nähe Münchner Hauptbahnhof (Anfahrtsbeschreibung und Lageplan) statt. Die Wahl des Fachgruppenvorstands findet um 18.30 Uhr s.t. statt, die Diskussionsveranstaltung beginnt um 19 Uhr s.t. An dieser Veranstaltung können auch Nicht-Mitglieder teilnehmen.

Es moderiert Thomas Mrazek, Vorsitzender Fachgruppe Online-Journalisten.

Aktuelle Artikel zum oben genannten Thema finden Sie auch in meiner Bookmark-Sammlung unter http://delicious.com/Onlinejournalismus/E-Reader (alle weiteren, mittlerweile rund 12.000 Linktipps unter http://delicious.com/Onlinejournalismus).

Wir freuen uns über Eure zahlreiche Teilnahme an dieser Veranstaltung.

Ihre BJV-Fachgruppe Online

Thomas Mrazek, Vorsitzender
Anja Gild, Stellvertretende Vorsitzende
Heilke Jütting, Stellvertretende Vorsitzende

Dienstag, 29. Dezember 2009

Netzschau: Bratwürste, Downloads und Zwitscherer ["BJV Report 6/2009]


Blaupause statt Bratwurstjournalismus

Für Aufsehen sorgte bei der DJV-Tagung Besser Online (www.besser-online.info) Mitte November in Mainz Hardy Prothmann. Der im badischen Heddesheim ansässige Journalist betreibt dort seit April das Heddesheimblog.de. „Ich bin die Zukunft des Lokaljournalismus“, hatte Prothmann in einem Interview des Mediendienstes Meedia verkündet (www.tinyurl.com/lokaljournalismus). Mit seinem Blog möchte er eine Alternative zur Berichterstattung des Mannheimer Morgens bieten. Von den Anzeigeneinnahmen könne er mittlerweile „einigermaßen leben“, sagte Prothmann. Mit den technischen Anforderungen des Onlinejournalismus hatte sich Prothmann vor dem Start seines Blogs fast überhaupt nicht beschäftigt, „Ich habe mir das einfach angelernt“, sagte er. Denkbar ist, dass sich dieses Modell auch als „Blaupause“ für andere Lokaljournalisten eignet. Ach, was es mit dem Bratwurstjournalismus auf sich hat? Hardy Prothmann kreierte diesen Begriff in einer der Gesprächsrunden. Peter Viebig, Redakteur der Nürnberger Zeitung (NZ), interviewte den kreativen Journalisten in seinem NZ-Blog Vip-Raum und erntete dafür ein außergewöhnlich großes Echo – über 50 Kommentatoren hatten etwas zum Thema zu sagen (www.tinyurl.com/bratwurstjournalismus). Bei der vom DJV-Fachausschuss bereits zum fünften Mal organisierten Tagung, die dieses Jahr das Motto „Klicks auf der Krise!“ hatte, diskutierten übrigens 300 Kolleginnen und Kollegen – so viele wie nie zuvor. 2010 soll der Onliner-Gipfel in München stattfinden, geplant ist eine eintägige Tagung an einem Samstag nach dem Oktoberfest.

Jede Menge Downloads

Runterladen kann man sich im Netz jede Menge – und wenn man Pech hat sogar Viren. Wir haben einige für Journalisten nützliche Downloads zusammengestellt, die in den letzten Wochen erschienen sind. Die Präsentation „Verschlüsseln, Verschleiern, Verstecken – Wie Journalisten sicher im im Netz arbeiten“ des Berliner Journalisten Albrecht Ude sensibilisiert für das Thema und gibt Tipps für weitere Schutzmaßnahmen (PDF, 29 S., 704 kb): www.tinyurl.com/bessersicher.

Auf Nummer sicher geht auch der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und bietet den Leitfaden „Sicherer Einstieg in soziale Netzwerke“ an (PDF, 5 S., 243 kb): www.tinyurl.com/netzwerkesicher. Raus aus dem Digitalen und rein in den Rundfunk:

Das ARD-Jahrbuch 09 bietet interessante Einblicke in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Darstellung ist übersichtlich in sieben PDFs aufgeteilt: www.tinyurl.com/ard-jahrbuch.

Eine gelungene Bestandsaufnahme unserer Branche bietet eine anlässlich des 14. Mainzer Mediendisputs erstellte Studie, die von Professor Geribert Jakob und einem Autorenteam zusammengestellt wurde: „Begrenzter Journalismus: Was beeinflusst die Entfaltung eines Qualitätsjournalismus“ (PDF, 52 S., 1,16 MB): www.tinyurl.com/studie-qualitaet.

Praktische Argumente für's Twittern in Verlagen bietet Katrin Scheib, Chefin vom Dienst, bei DerWesten: „Warum Twitterer @DerWesten folgen“, die Slideshare-Präsentation mit 30 von Nutzern generierten Folien finden Sie unter: www.tinyurl.com/twitter-derwesten.

Schauen, wie es andere machen, ist auch beim ReporterForum angesagt, dort können 24 für den Reporterpreis 2009 nominierte Reportagen als Reader runtergeladen werden (PDF, 232 S., 1,08 MB): www.tinyurl.com/reporter-forum.

Zu viel Lesestoff? Es gibt auch was für die Ohren. Nicht mehr ganz neu (im Sommer erschienen), aber dennoch nicht sehr sehr verbreitet ist der dradio-Recorder. So einfach wie mit dem guten alten Kassettenrekorder (die Älteren unter uns werden sich erinnern) können Sie mit diesem Gerät Radiosendungen aus dem Netz aufzeichnen. Und natürlich nicht nur die von Deutschlandfunk und Deutschland Radio Kultur, denn die "Software kennt bereits über 5000 Sender und lädt gegebenenfalls neue per Liste aus dem Internet nach". Ein tolles Werkzeug: www.tinyurl.com/radiorekorder. Einziger Wermutstropfen: Die Versionen für Mac und Linux erscheinen laut Hersteller Phonostar "demnächst" (das ist schon seit Sommer der Fall).

Noch nix Nützliches gefunden? Weitere, ständig aktualisierte Downloads finden Sie in der Bookmark-Sammlung Onlinejournalismus unter www.tinyurl.com/download-journalisten

Der BJV zwitschert

Seit Ende November ist der BJV auch bei Twitter aktiv. Unter www.twitter.com/bjvde gibt es fast täglich Hinweise und Links zu aktuellen Informationen für Journalisten. In so genannten Listen finden Sie außerdem bayerische Medien die twittern, ebenso gibt es eine Liste mit BJV-Kolleginnen und Kollegen die zwitschern – wenn Sie mit Ihrem Twitter-Account darin erscheinen möchten, können Sie uns gerne via Twitter darum bitten. Der Mikroblogging-Dienst Twitter kann für Journalisten – egal ob angestellt oder frei arbeitend – als ergänzendes Recherche-Angebot, Kommunikations- und Publikationsplattform sowie als Marketing-Werkzeug dienen. Einige Tipps zum Thema Twitter für freie Journalisten hat DJV-Referent Michael Hirschler mithilfe einiger Kollegen in einem Blog-Beitrag (www.tinyurl.com/freietwittern) zusammengestellt.

Vorab aus dem "BJV Report" 6/2009, ältere Ausgaben finden Sie zum Download als PDF unter www.bjv-report.de.

Thomas Mrazek

Montag, 5. Oktober 2009

Klicks aus der Krise! DJV-Tagung Besser Online am 21. November in Mainz

Mitglieder der BJV-Fachgruppe Online bekommen Fahrtkosten erstattet

Der Fachausschuss Online des DJV veranstaltet mit Unterstützung der Landesverbände Hessen und Rheinland-Pfalz am 21. November die Tagung Besser Online 2009. Die Veranstaltung, die sich in den Räumen des ZDF in Mainz abspielt, steht diesmal unter dem programmatischen Titel „Klicks aus der Krise!".

Eröffnet wird die Tagung von einer Diskussionsrunde, die sich vor allem mit dem Thema Google und Journalismus auseinandersetzt. In den zum Teil parallel laufenden Workshops und Foren werden Alltagsfragen von Onlinejournalisten thematisiert. So geht es etwa um Selbstvermarktung in Blogs, Überwachung und Datenschutz, um technische Trends, Paid Content, Recherchetipps und Urheberrechtsfragen. Wer bereits einen Tag zuvor anreist, hat die Gelegenheit, den Redaktionen von FAZ.NET und ARD.de sowie dem Landtag Rheinland-Pfalz einen Besuch abzustatten.
Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.besser-online.info.

Kosten:

40 Euro für DJV-Mitglieder, 80 Euro für Nicht-Mitglieder, 30 Euro für Studierende und Volontäre. Weitere Informationen und Anmeldung unter:

Teilnehmerinnen und Teilnehmern der BJV-Fachgruppe Online erstatten wir die Fahrtkosten in Höhe einer Bahnfahrt, 2. Klasse, von ihrem Wohnort in Bayern nach Mainz und zurück gegen Beleg. Bitte reichen Sie entsprechende Belege nach der Tagung bei der BJV-Geschäftsstelle ein.

Thomas Mrazek

Dienstag, 8. September 2009

Presseclub München, 30.9: Zwischen Facebook, Twitter und Google – Die (Internet-)Zukunft der Zeitung

Vortrag und Diskussion mit Katja Riefler am Mittwoch, 30. September 2009, 19 Uhr s.t., im Presseclub München

Lässt sich Qualitätsjournalismus in Zeiten der Anzeigenkrise noch finanzieren? Wie soll sich eine Gesellschaft mit Häppchenjournalismus demokratiefähig halten? Welche Zukunft hat die Zeitung angesichts der Allgegenwart von Google, Facebook und Twitter? Drängende Fragen beschäftigen derzeit Journalisten. Und mit Recht. Mediennutzungsgewohnheiten ändern sich in einem zuvor nicht gekannten Tempo. Gestützt durch die Technik von Internet und Mobiltelefonen werden neue Informationskanäle erschlossen. Unter 30-Jährige nutzen alle Medien und verstärkt parallel.

Katja Riefler wird an diesem Abend Chancen und Handlungmöglichkeiten in diesem neuen Umfeld aufzeigen und diskutieren. Zeitungsjournalisten müssen umdenken. Nicht sie selber oder ihr Job werden überflüssig, aber sie arbeiten unter veränderten Bedingungen. Das Publikum wird zum informierten Kunden, der bedient und beachtet werden will. Die Zeitung ist nicht länger automatisch die erste und wichtigste Informationsquelle im Verbreitungsgebiet. Das Internet ist mehr als lästiger Konkurrent und unentbehrliche Recherchequelle.

Die Referentin
Katja Riefler (Xing-Eintrag) arbeitet als Trendscout für Zeitungsverlage im deutschen Markt. Nach Volontariat und Tätigkeit als Redakteurin der "Allgäuer Zeitung" studierte sie in München Politikwissenschaft, Philosophie und Amerikanistik und schloss zusätzlich das Studium "Journalistenweiterbildung" (lic.rer.publ.) an der Freien Universität Berlin ab. 1995 schrieb sie das erste Buch zum Thema "Zeitung Online – neue Wege zu Lesern und Anzeigenkunden". 1996 unterstützte sie den Verband Bayerischer Zeitungsverleger dabei, die "mbt online KG", das erste Internet-Gemeinschaftsunternehmen deutscher Zeitungsverlage, ins Leben zu rufen. Seit 1998 berät Riefler mit ihrem eigenen Consulting-Unternehmen RISolutions Zeitungsverlage im Bereich Internetstrategien und Print-Online-Synergien. Katja Riefler veröffentlicht regelmäßig Artikel und Reports zu Zukunftsthemen der Zeitungsverlage.

Veranstaltungsort

Die Veranstaltung findet im Presseclub München statt. Der Presseclub ist direkt gegenüber dem Rathaus, am Marienplatz 22. Der Eingang befindet sich in der Gastwirtschaft "Am Marienplatz" (früher "Zum Ewigen Licht"),
dort benutzen Sie den Aufzug. Beginn ist um 19 Uhr s.t.

Zu der Veranstaltung laden die Fachgruppen Onlinejournalismus und Tageszeitungen des Bayerischen Journalisten-Verbands ein.

Mittwoch, 18. März 2009

Blogs, Kommerz und Journalismus – Diskussionsrunde mit Don Alphonso und Marc Scheloske, ScienceBlogs.de

bjv-logoDienstag, 31. März 2009, 19 Uhr s.t.
beim Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V. (ifp) – Katholische Journalistenschule, München

Bieten Blogs neue Chancen für Journalisten? Welche Trends, welche Probleme sind zu beobachten? Mit zwei kompetenten Gesprächspartnern wollen wir über diese und weitere Themen diskutieren.

Unsere Gäste
Don Alphonso alias Rainer Meyer ist Autor, Blogger und Journalist. Neben seinen privaten Blogs Rebellen ohne Markt, GT Blog ("Kultur & Reisen im alten Europa") und Blogbar schreibt er seit Mitte Januar bei FAZ.NET „ein Вlog der besseren Gesellschaft“ – die „Stützen der Gesellschaft“. Ein Kurzporträt Rainer Meyers finden Sie bei Meedia, es handelt sich um eine Vorveröffentlichung aus dem Buch „Alpha-Journalisten 2.0 – Deutschlands neue Wortführer im Portrait“ (Hg: S.Weichert, C.Zabel), das Ende März in der Herbert von Halem Verlagsgesellschaft erscheint.

Marc Scheloske ist verantwortlicher Redakteur bei ScienceBlogs.de. Er ist Sozialwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist. ScienceBlogs.de gibt es seit rund einem Jahr. „Auf ScienceBlogs schreiben Forscher, was sie bewegt. Journalisten veröffentlichen unredigiert. Das ist die Basis für einen neuen Dialog aus erster Hand über die Rolle der Wissenschaft in der Politik, Religion, Philosophie, Kunst und Wirtschaft“, heißt es in der Eigenbeschreibung. Derzeit bloggen dort 37 Autoren aus Journalismus und Wissenschaft. ScienceBlogs.de ist eine Beteiligung der Burda Research & Development (R&D) (siehe Pressemitteilung Hubert Burda Media). Marc Scheloske wird uns dieses Netzwerk zunächst vorstellen. Bei Turi2 finden Sie ein aktuelles Interview mit Scheloske.

Moderation
Thomas Mrazek, Vorsitzender des Fachausschuss Online im Deutschen Journalisten-Verband (DJV) und im Bayerischen Journalisten-Verband (BJV) und freier Medienjournalist wird die Veranstaltung moderieren.

Teilnahme
Aufgrund der geringen Raumkapazität können an dieser Veranstaltung nur Mitglieder des Bayerischen Journalisten-Verbands (BJV) teilnehmen. Wir bitten um persönliche Anmeldung per E-Mail unter:
kontakt@thomas-mrazek.de.

Veranstaltungsort
Die Diskussion findet am Dienstag, 31. März 2009, 19 Uhr s.t. in den Räumen des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V. (ifp) – Katholische Journalistenschule statt. Das ifp hat seinen Sitz in der Kapuzinerstraße 38 in München. Auf der ifp-Website finden Sie eine Wegbeschreibung und Anfahrtstipps.

Dienstag, 24. Februar 2009

BJV-Veranstaltung: Wann kommt das Web 3.0? – Chancen und Zukunft des interaktiven Internets

Wann kommt das Web 3.0? – Chancen und Zukunft des interaktiven Internets
Vortrag von Sandra Liebich, news aktuell beim
Bayerischen Journalisten-Verband (BJV)
Dienstag, 10. März, 19 Uhr s.t. in der BJV-Geschäftsstelle (Nähe Hbf.), München

Das Web 2.0 spielt eine immer größere Rolle auch für Journalisten. Vor allem freie Kollegen nutzen es zur Selbstvermarktung. Und auch das Publikum, das Medien bisher nur passiv konsumierte, produziert jetzt Inhalte, die von Journalisten interessiert und oft kritisch beobachtet werden.

Wie können Journalisten Twitter, Tagging, Social Media und das Mobile Web nutzen – und wo liegt die Zukunft des Web 2.0?

Sandra Liebich (Xing-Profil) Product-Manager bei news aktuell (ein Unternehmen der dpa-Gruppe) in Hamburg, führt ins Thema ein und stellt sich der Diskussion.

Wir freuen uns auf Eure zahlreiche Teilnahme. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch bitten wir Euch, möglichst pünktlich um 19 Uhr s.t. zu kommen (Anfahrtsskizze, München, Seidlstr. 8, unter).

Donnerstag, 18. September 2008

Besser Online - DJV-Tagung für Onliner am 18.10. in Hamburg

Als Vorsitzender des Fachausschuss Online im Deutschen Journalisten-Verband freue ich mich besonders, auf diese - von meinem Ausschuss veranstaltete - Tagung hinzuweisen. Und natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn viele unserer Leserinnen und Leser an dieser Veranstaltung teilnehmen. Es lohnt sich!

"Mehr Klicks … mehr Qualität?" lautet die Leitfrage der vierten Besser Online-Tagung, auf der am Samstag, 18. Oktober 2008, von 10 bis 17.30 Uhr in der Handelskammer Hamburg Gäste über aktuelle Internet-Themen diskutieren. Dabei sind unter anderen (Online-)Journalisten wie Stefan Niggemeier sowie die Chefredakteure Wolfgang Büchner (Spiegel Online), Manfred Hart (Bild.de), Jörg Sadrozinski (tagesschau.de) und Jochen Wegner (Focus Online)..

Auf dem Programm stehen Diskussionsrunden und acht Workshops, zu denen der Bundes-Fachausschuss Online-Journalismus des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) in Zusammenarbeit mit dem DJV-Landesverband Hamburg einlädt. Sie drehen sich um Trends, Chancen, Herausforderungen und Probleme des Internet - zum Beispiel redaktionelles Wissensmanagement per Web 2.0, sichere Recherche im Netz, Online-Videomacher, crossmediales Arbeiten und den Umgang mit Nutzungsdaten.

Am Vortag (Freitag, 17. Oktober 2008) haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, folgende Hamburger Online-Redaktionen zu besuchen: Google Deutschland (14.30 Uhr), Byte.FM (15 Uhr), Hamburg.de (15 Uhr), stern.de (15 Uhr), tagesschau.de (16 Uhr) und Spiegel Online (angefragt).

Das detaillierte Programm, ein Programm-Flyer, weitere Informationen und natürlich die Anmeldemöglichkeit finden Sie unter www.besser-online.info. Auf Wiedersehen am 17./18.10. in Hamburg!

Freitag, 15. August 2008

"BJV Report" 6/2007: Xing für Journalisten

Zwei Artikel von Thomas Mrazek im "BJV Report" 6/2007 des Bayerischen Journalisten-Verbands (BJV):
  • Xing: Damit jeder jeden kennt
  • Interview: Ein Katalysator für die Aktiven

Download:

PDF, 2 S., 38 KB

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