Freitag, 5. Mai 2006

Beste Voraussetzungen

Ein nettes Bonmot aus dem aktuellen "journalist" (das neue Layout gefällt mir übrigens, das sage ich natürlich nicht, weil von mir ein Artikel im Heft ist):

Beste Voraussetzungen: "Ja, mir gefällt dieser Beruf sehr. Ich bin kreativ, habe eine schnelle Auffassungsgabe und war auch eine Woche in Köln auf der Journalistenschule."

Franziska von Almsick auf die "Gala"-Frage, ob sie jetzt Journalistin werden möchte

Donnerstag, 4. Mai 2006

Wikipedia für (Online-)Journalisten

>Edit-Wikipedia-Banner


Eine Veranstaltung der Fachgruppe Online im Bayerischen Journalisten-Verband. Zu Gast ist Elisabeth Bauer, die Münchner Journalistin ist die u.a. für die Pressearbeit von Wikimedia Deutschland zuständig.

Wikipedia nutzen

Erste Anlaufstelle ist natürlich de.wikipedia.org

Wikipedia als Journalist korrekt zitieren

Artikel aus "journalist" 8/2005
netzjournalist.twoday.net/stories/890885

Beispiele für journalistische Wiki-Projekte

Wikinews
"Ein freies Wiki für Nachrichten, bei dem jeder selbst Artikel verfassen kann."
de.wikinews.org

München Wiki
Ein Stadtportal, an dem sich jeder beteiligen kann.
www.muenchenwiki.de

WorldcupWiki
Ein temporäres Portal der "Stuttgarter Zeitung" rund um die Fußball-Weltmeisterschaft.
de.worldcupwiki.org

Nordwest-Wiki
Die Oldenburger "Nordwest Zeitung" erstellt mit ihren Nutzern ein Nachschlagewerk über den Nordwesten Deutschlands.
www.nordwest-wiki.de/

JoWiki
Das JoWiki ist eine Enzyklopädie für Journalisten, die von den Mitgliedern des Journalistennetzes jonet aufgebaut wird. Momentan wirkt dieses Wiki etwas eingeschlafen.
www.jonet.org/wiki

WirtschaftsWiki
Mit Hilfe der Nutzer erstellt das "Handelsblatt" ein Wirtschaftslexikon.
www.wirtschaftswiki.de

PC-Welt Wiki
"Wir wollen Besserwisser, Mitwisser, Alleswisser und natürlich Nichtswisser, die mehr wissen wollen. Alle sind eingeladen, sich an den Texten zu beteiligen."
www.pcwelt.de/wiki/index.php/PC-Welt_Wiki:Portal

Lexikon
Gleich die ganze deutschsprachige Wikipedia spiegelt die Koblenzer "Rhein-Zeitung".
lexikon.rhein-zeitung.de


Literaturempfehlungen

  • Henriette Fiebig: Wikipedia. Das Buch. Zenodot, 2005, 272 Seiten, 9,90 Euro, ISBN 3-866400-01-2. Siehe hierzu auch meine Kurzrezension.
  • Kai Lehmann, Michael Schetsche: Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens. transcript, 2005, 408 Seiten, 26,80 Euro, ISBN 3-899423-05-4. Informationen zu diesem Werk finden Sie auch unter www.google-gesellschaft.de.
  • Erik Möller: Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern. Heise, Hannover, 2006, 231 Seiten, 19,00 Euro, ISBN 3-936931-16-X. Siehe hierzu auch meine Kurzrezension der ersten Ausgabe.
Presse- und Hintergrundinformationen über Wikipedia

Neben Kontaktmöglichkeiten, Pressemitteilungen finden Sie hier auch Banner und Logos, Statistiken, Meilensteine.
de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Presse

Wikipedia-Suchfeld einbauen

Per copy paste können Sie ein Wikipedia-Suchfeld in Ihre Website integrieren. Anleitung unter: de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Banner_und_Logos#Wikipedia-Suchfeld


wikipedia - die freie enzyklopädie






Thomas Mrazek

Freitag, 21. April 2006

Wer kein Deutsch kann, wird Journalist

Wiglaf Droste ramentert heute in der "taz":
"Journalist in Deutschland wird, wer kein Deutsch kann – das ist seine Qualifikation, und zwar die einzige."

Mittwoch, 19. April 2006

IfKW-Seminar: Medienjournalismus

Hier schon mal eine erste Information zu meinem Seminar Medienjournalismus am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IfKW) der Uni München im Sommersemester 2006. Die erste Sitzung findet am Donnerstag, 4. Mai, statt, Beginn ist um 16 Uhr c.t., Raum 0.4.

Das Programm und die Literaturhinweise muss ich noch erstellen. Als Gäste haben Alexander von Streit, u.a. Chefredakteur des Medienmagazins "cover" und Don Alphonso, Blogger, Autor und Journalist zugesagt. Beide werden uns in einer Sitzung im Juni oder Juli Rede und Antwort stehen.

Wie die Seminare bei mir ungefähr ablaufen, könnt Ihr hier sehen. Das Seminar ist zwar mit 15 Teilnehmern ausgebucht, wer jedoch noch dran teilnehmen möchte, kann sich gerne bei mir anmelden: kontakt (at) thomas-mrazek.de

Dienstag, 11. April 2006

Die Web-Pläne der "taz" – Interview mit Mathias Bröckers

In einem E-Mail-Interview sagt Mathias Bröckers, wie er das "alte Schlachtschiff "taz" fit für die Zukunft im Web" machen möchte.
Mathias Bröckers über die Web-Pläne der taz | Bild [M]: taz / FoeBuD e. V. / ojour.debr >
Seit einigen Wochen arbeitet Mathias Bröckers als Online-Projektleiter bei der "taz". Bröckers wurde laut Wikipedia vor allem durch seine umstrittene WTC-Conspiracy-Serie bei Telepolis und sein darauf folgendes Buch "Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9." bekannt.

Das Interview wurde per E-Mail geführt, die Links in den Texten wurden von mir ausgewählt.

Was hat die ständig klamme "taz" dazu bewogen, nun mehr in das Internet-Angebot zu investieren, denn Gewinne sind wohl zunächst nicht zu erwarten?

Nicht nur die Zahl der Online-LeserInnen insgesamt, sondern auch die der "taz" haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Dieser Nachfrage kommt die "taz" mit dem Ausbau ihres Webangebots nach.

Sind Sie nun formal Online-Chefredakteur, warum hat sich die "taz" für Sie entschieden?

Da es noch keine Online-Redaktion gibt, gibt es auch keinen Online-Chefredakteur – und ob es den überhaupt braucht ist noch die Frage. Ich war von 1980 bis 1991 Redakteur und dann noch lange Autor der "taz" und habe die alten Kollegen seit Jahren immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass sich online bei der "taz" so wenig tut. Und wie das schon früher so war – wenn einer eine gute Idee hat, muss er sie auch selbst realisieren, weil alle andern haben anderes zu tun – wurde ich irgendwann gefragt, ob ich es nicht selbst machen will.

Was ist überhaupt geplant, bisher war nur von einigen Watchblogs zu Unternehmern, Politiker oder Medien die Rede?

Die "taz" wird auch online im Wesentlichen aus den Inhalten der Druckausgabe bestehen, mit einigen zusätzlichen Elementen wie zum Beispiel den Blogs und mit laufenden Aktualisierungen.

Blogs von Medien werden von den Nutzern zumeist nur mäßig akzeptiert (siehe etwa Telepolis-Artikel "Schwer ist leicht was"), was wollen Sie da anders machen, was erhoffen Sie sich?

Wenn langweilige Redakteure langweiliger Zeitungen Blogs schreiben kommt eben auch nichts Spannendes dabei raus. Die "taz" war da schon immer ein bisschen anders und das wird sich auch im taz-Blog wiederfinden.

Wann soll das neue Internet-Angebot starten?

Ein definitiver Termin für den Start steht noch nicht fest, geplant ist Oktober 2006, die Blogs werden aber schon früher an den Start gehen.

Wieviel Leute arbeiten in der Online-Redaktion neben Ihnen mit, werden auch Print-Redakteure zusätzlich Beiträge für die Internet-Ausgabe schreiben?

Ab Herbst werden vier bis fünf RedakteurInnen mit der Online-taz befasst sein. Print-Redakteure und Autoren werden sicher gelegentlich auch für die Online-Ausgabe etwa zusätzlich produzieren

Auf taz.de heißt es: "Die digitaz verzeichnet monatlich fünf bis sechs Millionen Seitenzugriffe." Stimmen diese Zahlen noch? Wie sollen sich diese Zahlen weiterentwickeln, wie möchten Sie Einnahmen generieren?

Im letzten Monat wurden auf taz.de 7,2 Millionen Seitenzugriffe verzeichnet. Wir denken, dass diese Zugriffe noch deutlich erhöht werden, wenn die Seite regelmäßig aktualisiert wird. Bisher wandert ja nur die Druckausgabe des Nachfolgetages gegen 22 Uhr automatisch ins Netz. Einnahmen werden wir mit Anzeigen und dem digi-taz-Abo generieren.

Wird die aktuelle Ausgabe der "taz" weiterhin kostenlos im Internet erscheinen?

Die aktuelle "taz" wird auch weiterhin kostenlos und komplett im Netz lesbar sein.

Werden auch die Leser bei taz.de wieder zu Wort kommen (das "taz"-Forum wurde im November 2002 wegen häufiger "rassistischer und sexistischer Äußerungen" geschlossen, siehe hierzu etwa einen "journalist"-Artikel)?

Wir möchten Foren und Kommentiermöglichkeiten sehr gern wieder öffnen, aufgrund der üblen Erfahrungen mit dem Trollwesen und des jüngsten Urteils gegen heise.de über die Verantwortlichkeit für Forenkommentare – wird dies aber so wohl nicht möglich sein. Wir können keine drei Leute nur dafür beschäftigen, die notwendige Vorab-Kontrolle der Beiträge zu übernehmen. Deshalb wird derzeit überlegt, die Foren nur für registrierte und identifizierbare AbonnentInnen der "taz" (und der digitaz) zu öffnen.

Sie haben die Entwicklung der "taz" (siehe hierzu Wikipedia-Eintrag zur "taz") wohl von Anfang mitverfolgt und frühzeitig zumindest auch ein wenig mitgestaltet – die "taz" war die erste deutsche Zeitung, die schon 1995 im Volltext ins Internet ging. Wie hat das Internet die Entwicklung dieser Zeitung beeinflusst, die aufgrund ihrer Struktur und ihres Geschäftsmodells zumindest weniger Probleme als andere Zeitungen mit dem Netz hatte ...?

Meine ersten Artikel wurden 1980 noch auf Schreibmaschine geschrieben und von den SäzzerInnen eingetippt. Die "taz" war damals die erste Zeitung in Deutschland, die komplett im Lichtsatz erstellt wurde. Mit dem Olivetti M 10 – dem Vorgänger heutiger Notebooks – den man über einen Akustikkoppler mit einem Telefonhörer verband, konnten wir schon ab Mitte der 1980-er die Artikel ins Redaktionssystem "emailen" – während die internationale Presse noch mit Bleistift und Stenoblöcken hantierte.

Die vollautomatisch generierte Internetausgabe ab 1995 war einmal mehr ein Meisterstück der hauseigenen EDV – und sie funktioniert so reibungslos, dass sich seitdem auch niemand mehr richtig um das Internet kümmern musste. So blieben der "taz" auch die Groß-Verluste erspart, die im Zuge der Dotcom-Hysterie mit Online-Auftritten allenthalben produziert wurden. Auch dass die "taz" aus Prinzip nie primär von Werbeeinnahmen, sondern von ihren AbonnentInnen (und den 6000 Mitgliedern der taz-Genossenschaft) finanziert wurde, hat sich im Zuge der allgemeinen Medienkrise als segensreich erwiesen. Sowie vor allem die Unabhängigkeit des Blatts gesichert. Diese werden wir auch im Internet demonstrieren und sind überzeugt, dass die LeserInnen dafür auch bereit sind, ein paar Online-Anzeigen mehr zu akzeptieren.

Sie haben mit Ihrer The WTC Conspiracy-Serie bei Telepolis für Aufsehen gesorgt. Werden Sie wieder verstärkt bei taz.de publizieren?

Ich habe die letzten fünf Jahre mehr oder weniger rund um die Uhr Bücher und Artikel geschrieben und dass mein Job hier erst mal nichts mit Schreiben zu tun hat, war ein wichtiger Grund ihn anzunehmen. Was mir aktuell auffällt, schreibe ich in meinem Blog – und irgendwann sicher auch wieder ein Buch – im Moment geht es mir aber nicht ums Publizieren. Sondern darum, das alte Schlachtschiff "taz" für die Zukunft im Web fit zu machen – zu einem Publikationsforum für aktuelle Nachrichten und Kommentare, an dem keiner vorbeikommt, der im Web nach unabhängiger, kritischer Berichterstattung sucht.

alles finden

 

alles draußen

Diigo

Tagesspiegel: Tagesspiegel-Redakteurin ausgeladen: Chefredaktion...
Wurde Tagesspiegel-Journalistin Farangies Ghafoor wegen...
2026/01/14 15:33
Beifahrersitz: Was hat die deutsche Podcast-Branche 2025 gelernt...
Ich habe die Branche dieses Jahr mal nicht nach ihren...
2026/01/14 12:05
Horizont: Neuer Bereich "Client Partner": Spiegel Gruppe gründet...
Die Spiegel Gruppe baut eine neue Abteilung für die...
2026/01/14 11:53
SZ [€]: Deutsche Journalistin von US-Stipendium ausgeschlossen...
Einer deutschen Journalistin wird die Einladung zu...
2026/01/14 10:50
Newsmaschinen: Warum OpenAI sich für eure Stadtratssitzungen...
KI-Unternehmen brauchen verlässliche Lokalinformationen...
2026/01/14 10:34
Fachjournalist: „Man kann die Bedeutung von Podcasts fast nur...
Interview mit Christian Bollert. Der Podcast-Radiosender...
2026/01/14 08:51

alles neue

ich
Das Blog Thomas Mrazek ist der +++ netzjournalist...
Netzjournalist - 2025/11/11 17:33
Wo geht’s lang im Online-Journalismus?...
Dieses Blog ruht. Etwas. Natürlich biete ich Ihnen...
Netzjournalist - 2023/05/20 07:56
Quellen finden ist nicht...
Es wird mit der Zeit immer schwieriger, gute Nachschlagewerke...
i-favoriten - 2018/08/18 06:11
Hardy Prothmann entschuldigt...
Hardy Prothmann entschuldigt sich https://www.facebook. com/hardy.prothmann/posts/ 10152634060500489 Ein...
Sven Temel (Gast) - 2014/08/21 08:11
Wow
Ich habe dieses Werk erst kürzlich entdeckt und war...
Leser (Gast) - 2013/09/04 20:59

alles seit

Online seit 7629 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2026/01/07 16:06

alles damit


artikel
banales
bjv
blog-literatur a-m
blog-literatur n-z
djv
fhd-oj
ich
ifkw-lmu
impressum
notabene
oj-literatur
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren