Samstag, 9. April 2005

Ranschmeiße

Ein sehr geschätzter und netter Kollege schrieb mir – u.a. wegen meiner gestern geäußerten Vorliebe für Dirt Pictures (neuestes Beispiel hier) – folgendes:

"Jetzt hörnse mal auf sich so an den Don ranzuschmeißen, ist ja wie FJS und der junge Stoiber ;-)"

Ranschmeiße und zudem journalistische ist etwas anderes für mich: Lesen Sie mal den "taz"-Text "Der Pudel des Papstes. 'Bild'-Reporter weiß nicht, wohin ohne seine Herrchen". Das ist ja ganz übel, werden die einen aber auch die anderen aus verschiedenen Gründen sagen.

Und die einen werden sich auch bestätig fühlen, wenn sie einen Text jenes "Bild"-Reporters auf der letztlich zur Verkaufspromotion eingerichteten Sonderseite www.johannespaul.de des Augsburger Weltbild Verlags gelesen haben.

Jessas, die oben genannte Seite ist wohl nicht optimal konzipiert. Damit Sie um Gottes Willen nicht an den dazu gehörigen E-Commerce-Angeboten des Weltbild Verlages vorbei schrammen, sollten Sie diese Seite anwählen. Auch eine Art der Ranschmeiße.

Freitag, 8. April 2005

Campus Dieburg oder Welcome To The Terrordome

Der erste Eindruck von Dieburg: Public Enemy's Hit aus den frühen 1990-ern schießt mir in den Kopf. Don Alphonso hätte seine wahre Freude an diesem Ort: Die FH-Gebäude (gehörten mal zur ehemaligen Bundespost oder so) sind eine Mischung aus aufgelassener Kaserne und Fabrikbrache. Auf den Linoleumgängen riechts nach Altersheim und ein wenig auch nach Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen (das war ja auch immer so ein segensreicher Ort für mich). Auf dem Campus sind kaum Menschen unterwegs; liegts am Freitag, liegts am miesen Wetter – don't know . Na servus.

"Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch." Die StudentInnen sind fast vollzählig da und hilfsbereit und kooperativ (sollen wir heute ausnahmsweise früher Schluß machen? ...). Alles funzt (Danke für die Hilfe; mein Outing, dass ich zwei linke Hände habe kommt dann auch noch). Und: Der Kaffeeautomat funktioniert auch. Ich freue mich hier zu sein. Vielen Dank für die Einladung, und nehmen Sie mir das Dieburg-Dissing nicht übel. (-;

Hier gehts zum Programm.

Damit nix in Vergessenheit gerät, alles schön mitbloggen
Die erste Empörung bei mir hat sich gelegt. So langsam blogge ich mich warm, hier die ersten angesprochenen Seiten zum Nachsurfen (vielleicht schreibe ich dann noch etwas dazu):
PR-Blogger (brachte mich zum Bloggen, daraus entstand folgender Artikel
I bLog, You bLog, We bLog? Web Log!
Blog eines künftigen Diplom-Journalisten (FH)
Der deutsche Klassiker schlechthin

Zur Themenübersicht fhd-oj.

Mittwoch, 6. April 2005

Gast-Blogger bei ITW, mein Lampenfieber & Sixtus-Tag bei der "FR"

Ob die Idee eines Gast-Bloggers ursprünglich von den Machern des Blogs Industrial Technology & Witchcraft (ITW) stammt? Ich weiß es nicht, es ist auch unwichtig. Seit November 2004 lädt ITW, übrigens eines der beliebtesten deutschen Blogs, mehr oder weniger regelmäßig Gast-Blogger ein. Auf den neuesten Gast, den Journalisten Ben Schwan, bin ich besonders gespannt.

Daher weise ich auch bei dieser Gelegenheit hin; statt die vielen Dinge, die ich sonst noch zu tun habe, blogge ich mich heute schon mal etwas warm. Am Freitag beginnt mein Weblog-Seminar an der Fachhochschule Darmstadt und noch ist meine Seminarseite etwas kahl. Obendrein leide ich schon wieder unter Lampenfieber – trotzdem: ich freue mich darauf. (-: Vielleicht sind bis dahin auch die logistischen Probleme (Kaffeeautomat kaputt) behoben.

Ach, Mittwoch ist seit 8. März Sixtus-Tag bei der "Frankfurter Rundschau" (Mario Sixtus schreibt dort wöchentlich über die Blogosphäre). Den werde ich jetzt gleich lesen und in mein Literaturverzeichnis zu Weblogs und Journalismus einpflegen (das liegt leider noch bei 20six, und ich weiß nicht, wie ich es gescheit hier integrieren kann, schließlich sind es schon knapp 400 Hinweise).

Spiegel Online-Artikel: Das Web – Strohhalm oder Sargnagel für die Zeitung?

Ein interessanter Beitrag von Spiegel Online-Redakteur Frank Patalong: Unter Druck: Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig? Am Beispiel der "New York Times" beschreibt Patalong sehr anschaulich die "tiefe Krise", in der die Zeitung durch die Internet-Konkurrenz steckt.

Am Freitag gibts eine Fortsetzung: "Deutschlands Verlage und Online-Publisher suchen nach Wegen aus der Medienkrise. Kommt das Online-Abo? "Ver-webt" die Tageszeitung?"

Interessant auch folgender Satz: "Web-Leser sind nahezu konditioniert, publizistische Inhalte im Web für kostenlos zu halten. Zugleich erwarten sie von diesen Inhalten bestmögliche Qualitäten und beschweren sich über alles, was dem nicht genügt. "

Ja, stimmt. Und da wollen wir etwa nix vom "größten Image-Gau" (wie in oben genannten Text) lesen. Nachzulesen bei Kollege Bastian Sick (S. 44), dessen Buch "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" (8,90 Euro) übrigens mittlerweile rund 850000 Mal verkauft wurde, Teil 2 soll im September erscheinen [Quelle: "Hamburger Morgenpost"].

Mangelndes Fingerspitzengefühl bei Spiegel Online

Don Alphonso mokiert zurecht sich in seinem Blog Rebellen ohne Markt und in der Blogbar darüber, dass Spiegel Online in seiner "Netzwelt" eine recht laue und zudem zwei Wochen alte Pressemitteilung der "Computerwoche" als Grundlage für einen Artikel verwendet.

Ich frage mich auch, wie so etwas vorkommen kann. Bei Spiegel Online wissen die Verantwortlichen mittlerweile doch auch, dass die kritischen Nutzer ein gewisses Niveau von einem Artikel erwarten und das solche Nachlässigkeiten in der Blogosphäre schnell die Runde machen. Oder bin ich da zu naiv?

Bildpanne bei n-tv.de – so kommentiert es die Blogosphäre

Heiko Hebig entdeckte eine – sagen wir mal – Bildpanne bei n-tv.de, unterschiedlich kommentiert wird dies bei Medienrauschen, Publizistik in Berlin, FINBLOG.de und im notebook | online journalismus.

Dienstag, 5. April 2005

Qualitätsjournalisten-News

Zumindest zwei gute Nachrichten hat Journalismus.com heute zu bieten: In Hamburg gibt es jetzt eine zweijährige Ausbildung zum Qualitätsjournalisten (Studiengebühr 6000 Euro per anno). Und für einfache Journalisten gibt's den Peugeot 406 Coupé zu einem Sonderrabatt von 25 statt der üblichen 15 Prozent (diese Sonder-Konditionen bedeuten einen Preis von 23677,50 statt 31570 Euro).

Mittwoch, 30. März 2005

Google sei mit uns ...

Mario Sixtus hat in der heutigen "Frankfurter Rundschau" freundlicherweise auf einen Diskussionsbeitrag von mir im Blog Industrial Technology & Witchcraft zum Thema "National-Zeitung bei Google News" hingewiesen.

Hier finden Sie einen Artikel von mir aus der März-Ausgabe des "journalist": Google sei mit uns. Auf die Verwendung der "National-Zeitung" bei den Google News habe ich den Google-Pressesprecher, Stefan Keuchel, bereits im Dezember 2004 hingewiesen. Aus einem bislang unveröffentlichten Manuskript:

"Dem Pressesprecher von Google Deutschland ist es peinlich: „Das überrascht mich, da muss ich erst nachfragen“, sagt Stefan Keuchel. Unangenehm erscheint ihm der Hinweis, dass die deutsche Ausgabe der Google News auch die rechtsextreme National-Zeitung als eine von 700 Quellen für ihre Nachrichten-Auswahl nutzt. Wenn man im Dezember den Suchbegriff „Holocaust-Opfer“ eingab, erschien der Hinweis auf das braune Blatt als einer der ersten Treffer. Keuchel meint schließlich, dass „das in Ordnung ist, da sich diese Zeitung ja irgendwie an demokratische Gepflogenheiten hält“. Und selbstverständlich dürfe man Google News nicht unterstellen, dass vorsätzlich „braunes Gedankengut“ verbreitet werde."

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Sven Temel (Gast) - 2014/08/21 08:11
Wow
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Leser (Gast) - 2013/09/04 20:59

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