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Mittwoch, 20. Januar 2010

BJV: Neuwahl Fachgruppenvorstand und Vortrag und Diskussion: Lesen 2.0 - die aktuellen eReader und ePublishing-Trends

Dienstag, 23. Februar 2010 in der BJV-Geschäftsstelle

18.30 Uhr s.t.: Wahl des Fachgruppenvorstands Online


Bericht und Wahl des Fachgruppenvorstands Online im Bayerischen Journalisten-Verband (BJV).

19 Uhr s.t: Vortrag und Diskussion: Lesen 2.0 – die aktuellen eReader und ePublishing-Trends

Referent

Thorsten Köster, Geschäftsführer LTK Media GmbH, München, Betreiber der eReaderWelt (Twitter: twitter.com/ereaderwelt) – Alles über ePublishing, eBooks und eReader

Inhalte des Vortrags

1. Wie das Internet das Geschäftsmodell der Verlage und das der Journalisten verändert.
* Wer zahlt in Zukunft noch für Content?
2. Überblick über die neuen Online-Erlösmodelle – was funktioniert, was funktioniert nicht.
3. Lesen 2.0: Überblick über die aktuellen eReader und ePublishing-Trends.
* Technologien
* Plattformen
* Geräte: Ipad & Co.
4. Ausblick auf die wesentlichen Zukunftstrends.

Veranstaltungsort, -zeit

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 23. Februar 2010 in der BJV-Geschäftsstelle, Seidlstraße 8, Nähe Münchner Hauptbahnhof (Anfahrtsbeschreibung und Lageplan) statt. Die Wahl des Fachgruppenvorstands findet um 18.30 Uhr s.t. statt, die Diskussionsveranstaltung beginnt um 19 Uhr s.t. An dieser Veranstaltung können auch Nicht-Mitglieder teilnehmen.

Es moderiert Thomas Mrazek, Vorsitzender Fachgruppe Online-Journalisten.

Aktuelle Artikel zum oben genannten Thema finden Sie auch in meiner Bookmark-Sammlung unter http://delicious.com/Onlinejournalismus/E-Reader (alle weiteren, mittlerweile rund 12.000 Linktipps unter http://delicious.com/Onlinejournalismus).

Wir freuen uns über Eure zahlreiche Teilnahme an dieser Veranstaltung.

Ihre BJV-Fachgruppe Online

Thomas Mrazek, Vorsitzender
Anja Gild, Stellvertretende Vorsitzende
Heilke Jütting, Stellvertretende Vorsitzende

Dienstag, 29. Dezember 2009

Netzschau: Bratwürste, Downloads und Zwitscherer ["BJV Report 6/2009]


Blaupause statt Bratwurstjournalismus

Für Aufsehen sorgte bei der DJV-Tagung Besser Online (www.besser-online.info) Mitte November in Mainz Hardy Prothmann. Der im badischen Heddesheim ansässige Journalist betreibt dort seit April das Heddesheimblog.de. „Ich bin die Zukunft des Lokaljournalismus“, hatte Prothmann in einem Interview des Mediendienstes Meedia verkündet (www.tinyurl.com/lokaljournalismus). Mit seinem Blog möchte er eine Alternative zur Berichterstattung des Mannheimer Morgens bieten. Von den Anzeigeneinnahmen könne er mittlerweile „einigermaßen leben“, sagte Prothmann. Mit den technischen Anforderungen des Onlinejournalismus hatte sich Prothmann vor dem Start seines Blogs fast überhaupt nicht beschäftigt, „Ich habe mir das einfach angelernt“, sagte er. Denkbar ist, dass sich dieses Modell auch als „Blaupause“ für andere Lokaljournalisten eignet. Ach, was es mit dem Bratwurstjournalismus auf sich hat? Hardy Prothmann kreierte diesen Begriff in einer der Gesprächsrunden. Peter Viebig, Redakteur der Nürnberger Zeitung (NZ), interviewte den kreativen Journalisten in seinem NZ-Blog Vip-Raum und erntete dafür ein außergewöhnlich großes Echo – über 50 Kommentatoren hatten etwas zum Thema zu sagen (www.tinyurl.com/bratwurstjournalismus). Bei der vom DJV-Fachausschuss bereits zum fünften Mal organisierten Tagung, die dieses Jahr das Motto „Klicks auf der Krise!“ hatte, diskutierten übrigens 300 Kolleginnen und Kollegen – so viele wie nie zuvor. 2010 soll der Onliner-Gipfel in München stattfinden, geplant ist eine eintägige Tagung an einem Samstag nach dem Oktoberfest.

Jede Menge Downloads

Runterladen kann man sich im Netz jede Menge – und wenn man Pech hat sogar Viren. Wir haben einige für Journalisten nützliche Downloads zusammengestellt, die in den letzten Wochen erschienen sind. Die Präsentation „Verschlüsseln, Verschleiern, Verstecken – Wie Journalisten sicher im im Netz arbeiten“ des Berliner Journalisten Albrecht Ude sensibilisiert für das Thema und gibt Tipps für weitere Schutzmaßnahmen (PDF, 29 S., 704 kb): www.tinyurl.com/bessersicher.

Auf Nummer sicher geht auch der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und bietet den Leitfaden „Sicherer Einstieg in soziale Netzwerke“ an (PDF, 5 S., 243 kb): www.tinyurl.com/netzwerkesicher. Raus aus dem Digitalen und rein in den Rundfunk:

Das ARD-Jahrbuch 09 bietet interessante Einblicke in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Darstellung ist übersichtlich in sieben PDFs aufgeteilt: www.tinyurl.com/ard-jahrbuch.

Eine gelungene Bestandsaufnahme unserer Branche bietet eine anlässlich des 14. Mainzer Mediendisputs erstellte Studie, die von Professor Geribert Jakob und einem Autorenteam zusammengestellt wurde: „Begrenzter Journalismus: Was beeinflusst die Entfaltung eines Qualitätsjournalismus“ (PDF, 52 S., 1,16 MB): www.tinyurl.com/studie-qualitaet.

Praktische Argumente für's Twittern in Verlagen bietet Katrin Scheib, Chefin vom Dienst, bei DerWesten: „Warum Twitterer @DerWesten folgen“, die Slideshare-Präsentation mit 30 von Nutzern generierten Folien finden Sie unter: www.tinyurl.com/twitter-derwesten.

Schauen, wie es andere machen, ist auch beim ReporterForum angesagt, dort können 24 für den Reporterpreis 2009 nominierte Reportagen als Reader runtergeladen werden (PDF, 232 S., 1,08 MB): www.tinyurl.com/reporter-forum.

Zu viel Lesestoff? Es gibt auch was für die Ohren. Nicht mehr ganz neu (im Sommer erschienen), aber dennoch nicht sehr sehr verbreitet ist der dradio-Recorder. So einfach wie mit dem guten alten Kassettenrekorder (die Älteren unter uns werden sich erinnern) können Sie mit diesem Gerät Radiosendungen aus dem Netz aufzeichnen. Und natürlich nicht nur die von Deutschlandfunk und Deutschland Radio Kultur, denn die "Software kennt bereits über 5000 Sender und lädt gegebenenfalls neue per Liste aus dem Internet nach". Ein tolles Werkzeug: www.tinyurl.com/radiorekorder. Einziger Wermutstropfen: Die Versionen für Mac und Linux erscheinen laut Hersteller Phonostar "demnächst" (das ist schon seit Sommer der Fall).

Noch nix Nützliches gefunden? Weitere, ständig aktualisierte Downloads finden Sie in der Bookmark-Sammlung Onlinejournalismus unter www.tinyurl.com/download-journalisten

Der BJV zwitschert

Seit Ende November ist der BJV auch bei Twitter aktiv. Unter www.twitter.com/bjvde gibt es fast täglich Hinweise und Links zu aktuellen Informationen für Journalisten. In so genannten Listen finden Sie außerdem bayerische Medien die twittern, ebenso gibt es eine Liste mit BJV-Kolleginnen und Kollegen die zwitschern – wenn Sie mit Ihrem Twitter-Account darin erscheinen möchten, können Sie uns gerne via Twitter darum bitten. Der Mikroblogging-Dienst Twitter kann für Journalisten – egal ob angestellt oder frei arbeitend – als ergänzendes Recherche-Angebot, Kommunikations- und Publikationsplattform sowie als Marketing-Werkzeug dienen. Einige Tipps zum Thema Twitter für freie Journalisten hat DJV-Referent Michael Hirschler mithilfe einiger Kollegen in einem Blog-Beitrag (www.tinyurl.com/freietwittern) zusammengestellt.

Vorab aus dem "BJV Report" 6/2009, ältere Ausgaben finden Sie zum Download als PDF unter www.bjv-report.de.

Thomas Mrazek

Montag, 5. Oktober 2009

Klicks aus der Krise! DJV-Tagung Besser Online am 21. November in Mainz

Mitglieder der BJV-Fachgruppe Online bekommen Fahrtkosten erstattet

Der Fachausschuss Online des DJV veranstaltet mit Unterstützung der Landesverbände Hessen und Rheinland-Pfalz am 21. November die Tagung Besser Online 2009. Die Veranstaltung, die sich in den Räumen des ZDF in Mainz abspielt, steht diesmal unter dem programmatischen Titel „Klicks aus der Krise!".

Eröffnet wird die Tagung von einer Diskussionsrunde, die sich vor allem mit dem Thema Google und Journalismus auseinandersetzt. In den zum Teil parallel laufenden Workshops und Foren werden Alltagsfragen von Onlinejournalisten thematisiert. So geht es etwa um Selbstvermarktung in Blogs, Überwachung und Datenschutz, um technische Trends, Paid Content, Recherchetipps und Urheberrechtsfragen. Wer bereits einen Tag zuvor anreist, hat die Gelegenheit, den Redaktionen von FAZ.NET und ARD.de sowie dem Landtag Rheinland-Pfalz einen Besuch abzustatten.
Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.besser-online.info.

Kosten:

40 Euro für DJV-Mitglieder, 80 Euro für Nicht-Mitglieder, 30 Euro für Studierende und Volontäre. Weitere Informationen und Anmeldung unter:

Teilnehmerinnen und Teilnehmern der BJV-Fachgruppe Online erstatten wir die Fahrtkosten in Höhe einer Bahnfahrt, 2. Klasse, von ihrem Wohnort in Bayern nach Mainz und zurück gegen Beleg. Bitte reichen Sie entsprechende Belege nach der Tagung bei der BJV-Geschäftsstelle ein.

Thomas Mrazek

Dienstag, 8. September 2009

Presseclub München, 30.9: Zwischen Facebook, Twitter und Google – Die (Internet-)Zukunft der Zeitung

Vortrag und Diskussion mit Katja Riefler am Mittwoch, 30. September 2009, 19 Uhr s.t., im Presseclub München

Lässt sich Qualitätsjournalismus in Zeiten der Anzeigenkrise noch finanzieren? Wie soll sich eine Gesellschaft mit Häppchenjournalismus demokratiefähig halten? Welche Zukunft hat die Zeitung angesichts der Allgegenwart von Google, Facebook und Twitter? Drängende Fragen beschäftigen derzeit Journalisten. Und mit Recht. Mediennutzungsgewohnheiten ändern sich in einem zuvor nicht gekannten Tempo. Gestützt durch die Technik von Internet und Mobiltelefonen werden neue Informationskanäle erschlossen. Unter 30-Jährige nutzen alle Medien und verstärkt parallel.

Katja Riefler wird an diesem Abend Chancen und Handlungmöglichkeiten in diesem neuen Umfeld aufzeigen und diskutieren. Zeitungsjournalisten müssen umdenken. Nicht sie selber oder ihr Job werden überflüssig, aber sie arbeiten unter veränderten Bedingungen. Das Publikum wird zum informierten Kunden, der bedient und beachtet werden will. Die Zeitung ist nicht länger automatisch die erste und wichtigste Informationsquelle im Verbreitungsgebiet. Das Internet ist mehr als lästiger Konkurrent und unentbehrliche Recherchequelle.

Die Referentin
Katja Riefler (Xing-Eintrag) arbeitet als Trendscout für Zeitungsverlage im deutschen Markt. Nach Volontariat und Tätigkeit als Redakteurin der "Allgäuer Zeitung" studierte sie in München Politikwissenschaft, Philosophie und Amerikanistik und schloss zusätzlich das Studium "Journalistenweiterbildung" (lic.rer.publ.) an der Freien Universität Berlin ab. 1995 schrieb sie das erste Buch zum Thema "Zeitung Online – neue Wege zu Lesern und Anzeigenkunden". 1996 unterstützte sie den Verband Bayerischer Zeitungsverleger dabei, die "mbt online KG", das erste Internet-Gemeinschaftsunternehmen deutscher Zeitungsverlage, ins Leben zu rufen. Seit 1998 berät Riefler mit ihrem eigenen Consulting-Unternehmen RISolutions Zeitungsverlage im Bereich Internetstrategien und Print-Online-Synergien. Katja Riefler veröffentlicht regelmäßig Artikel und Reports zu Zukunftsthemen der Zeitungsverlage.

Veranstaltungsort

Die Veranstaltung findet im Presseclub München statt. Der Presseclub ist direkt gegenüber dem Rathaus, am Marienplatz 22. Der Eingang befindet sich in der Gastwirtschaft "Am Marienplatz" (früher "Zum Ewigen Licht"),
dort benutzen Sie den Aufzug. Beginn ist um 19 Uhr s.t.

Zu der Veranstaltung laden die Fachgruppen Onlinejournalismus und Tageszeitungen des Bayerischen Journalisten-Verbands ein.

Freitag, 4. September 2009

Auf gutem Weg: Nachrichten.de, erster Eindruck

Nachrichten.de, das automatisierte Nachrichtenportal der Tomorrow Focus AG steht in den Fußstapfen. Ich habe es aus Zeitgründen bisher nur sehr kurz testen können, aber einen ersten spontanen Eindruck möchte ich doch äußern: das gefällt mir - übersichtlich, "intelligent".

Allerdings treten beim ersten spontanen Testen auch "Kinderkrankheiten" auf, derentwegen man sich anfangs über Google News lustig machte (siehe hierzu Beitrag "Google sei mit uns", 2005): So wundert es mich etwa, dass die Aufmacher der Sportseite alle vom "Albboten" (kennt den jemand?) stammen. Bei einschlägigen Testsuchen geht man mitunter leer aus. Angenehm fällt auf, dass das Ganze von Anfang mit journalistischem Hintergrund aufgebaut wurde. Im Gegensatz zu Google News mutet Nachrichten.de optisch sehr angenehm an, positiv zu erwähnen ist auch, dass alle Quellen aufgeführt werden. Kurzes Fazit: Das könnte etwas - zumindest eine ernsthafte Konkurrenz für Google News - werden. Allein zum Ergänzen journalistischer Recherchen könnte Nachrichten.de taugen, das ist freilich zu wenig, es muss für einen Massenmarkt taugen.

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