Verbandstag des DJV Sachsen-Anhalt

Verbandstag des DJV Sachsen-Anhalt, 11. März 2006, Halle/Saale

Weblogs – Platz für Selbstdarsteller, seriöses Diskussionsforum oder was sonst noch?

Materialien zum Impulsreferat von Thomas Mrazek, Journalist und Blogger, München


1. Wo gibt es Berührungspunkte für Journalisten?

Weblogs als ...

... Medien für Medienkritik (Watchblogs)

... Konkurrenz für Online-Medien?

... erweiterndes Angebot von Online-Medien

... Medien der Selbstdarstellung

... selbstständige journalistische Medien

... Recherche-Werkzeuge

... Gegenstand der Berichterstattung



2. Selber bloggen

3. Literaturhinweise




1. Wo gibt es Berührungspunkte für Journalisten?

Weblogs als Medien für Medienkritik (Watchblogs)

Der Klassiker unter den Watchblogs in Deutschland, das BILDblog

  • Artikel "Vom Glück, BILDblog zu machen" von BILDblogger Stefan Niggemeier bei onlinejournalismus.de
  • Artikel "Ein Hauch von Revolution" – Interview mit BILDblogger Christoph Schultheis bei Webwatching
  • Das Ostsee-Zeitungs-Blog
    Als Beispiel für ein regionales Watchblog

    Rebellen ohne Markt
    Blog von Don Alphonso

    wirres – gewöhnungsbedürftiges Weblog
    Blog des Berliners Felix Schwenzel ...

    Zusammenfassender Artikel zu Watchblogs
    Mehr über Watchblogs können Sie in meinem Artikel "Ungebetene Kritiker" nachlesen, den ich in Ausgabe 1/2006 des "journalist" veröffentlichte. Dort finden Sie auch zahlreiche weiterführende Hinweise.


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    Konkurrenz für Online-Medien?

    Klassisches Beispiel der Shopblogger

    Noch ein aktuelles Beispiel: Artikel Klatsch in die Hände und sag Ja! von Tobias Rapp in der "taz" vom 03.03.2006, dort heißt es: "Strukturwandel der popmusikalischen Öffentlichkeit: In den Musikblogs und Onlineforen hat ein neues Goldenes Zeitalter des Musikjournalismus begonnen. Die Szene bringt ihre ersten Hypes hervor. Die klassischen Medien können nur hinterherlaufen."


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    Weblogs als erweiterndes Angebot für Online-Medien

    Best practice: Das Handelsblatt-Weblog des Reporters Thomas Knüwer: Indiskretion Ehrensache – Notizen aus dem Journalistenalltag

    Sehr engagiert, aber wie erfolgreich? Zeit.de-Weblogs – "Alles ist endlich", mahnt der hauseigene Blog-Friedhof ...

    Weblogs als "Spielwiese" – Schwäbische Zeitung Online

    Was nicht unbedingt ins Heft passt – Gadget-Blog des "Focus"-Redakteurs Matthias Matting

    Weblogs als Ergänzung bei der Katastrophenberichterstattung – Tsunami-Blog des ZDF

    Weblogs als Beteiligungsmöglichkeit für die Nutzer/Leser – Intrinet des "Trierischen Volksfreunds"

    Zusammenfassender Artikel zu Weblogs als erweiterndes Angebot von Online-Medien
    Mehr über diese Art von Weblogs können Sie in meinem Artikel "Schwer ist leicht was. Wenn Journalisten auch noch bloggen müssen" nachlesen, den ich im September 2005 bei Telepolis veröffentlichte. Dort finden Sie auch zahlreiche weiterführende Hinweise.


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    Weblogs als Medien der Selbstdarstellung

    Mario Sixtus' Blog – suchen Sie Mario Sixtus mal bei Google ...

    Finblog.de – Aktuelle Notizen des Finanzjournalisten Andreas Kunze. Sachkundig, frech, witzig, verständlich, aktuell – diese Worte fallen mir ein, wenn ich das Blog dieses Journalisten beschreibe.

    PR Blogger – Die Welt der Corporate Communications. Geben Sie bei Google mal nur den Begriff "PR" ein – häufig finden Sie unter über 200 Millionen Treffern dieses Blog an erster Stelle. Ob es was bringt?

    Der letzte Schub – nicht nur zur Selbstdarstellung da ist das Blog der Volontäre der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten

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    Weblogs als selbstständige journalistische Medien (?)

    Mac Essentials

    Spreeblick

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    Weblogs als Recherche-Werkzeuge

    Technorati
    www.technorati.com

    Google Blog-Suche
    www.google.de/blogsearch

    Blogstats
    www.blogstats.de

    Für die Recherche empfehle ich Ihnen, sich auch mit den Themen RSS, Newsalerts, Tagging und Social Software zu beschäftigen.

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    Gegenstand der Berichterstattung

    • "99 Prozent der Blogs sind Müll", von Spiegel Online-Chef Mathias Müller Blumencron in einem Interview mit mir 2004 geäußerte Ansicht, die er Anfang 2006 revidierte: "Man sollte Dinge, in die andere Leute jede Menge ernsthafte Gedanken gesteckt haben, nicht leichtfertig als Müll bezeichnen. Insofern bedauere ich das."
    • Kollege "Arschloch" (sic!): Wenn Sie nach dem Namen eines bestimmten TV-Journalisten googlen, finden Sie seinen Namen häufig mit dieser unrühmlichen Auszeichnung versehen. Warum? Er hat einen misslungenen Beitrag über Blogger produziert. Der Beitrag machte unserem Berufsstand wirklich keine Ehre.
    • Siehe hierzu auch einen Beitrag, den ich gemeinsam mit einer Studentin an der FH Darmstadt erstellt habe: "99 Prozent Müll? Journalisten kritisieren Weblogs".

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    2. Selber Bloggen

    In drei Minuten kostenlos zum eigenen Weblog! Nur ein platter Werbeslogan? Nein. Es geht tatsächlich sehr einfach, PC- und Internet-Grundkenntnisse reichen aus. Ich empfehle Ihnen meinen Blog-Hoster twoday.net – aber selbstverständlich gibt es auch zahlreiche weitere gute Anbieter.

    Eine kleine Übersicht zu Bloganbietern und Software finden Sie beispielsweise hier:
    www.blogbar.de/software.php

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    3. Literaturempfehlungen

    • Das erste Buch speziell für Journalisten
      Matthias Armborst: Kopfjäger im Internet oder publizistische Avantgarde? Was Journalisten über Weblogs und ihre Macher wissen sollten. Band 4 der Reihe: Recherche-Journalismus und kritische Medienpolitik Herausgeber: Netzwerk Recherche. Münster, 2006. 245 Seiten, 14,90 Euro. ISBN 3-8258-9633-1.

      Informationen zu diesem Werk finden Sie unter: www.matthias-armborst.de

    • Weblogs aus kommunikations-soziologischer Sicht
      Jan Schmidt: Weblogs. Eine kommunikations-soziologische Studie. Konstanz, 2006, 202 Seiten, 24,00 Euro. ISBN 3-8966-9580-0.

      Informationen zu diesem Werk finden Sie beim UVK Verlag unter: tinyurl.com/kkgoy

    • Kostenlos aber wertvoll
      netzwerk recherche (Hg.): Online-Journalismus. Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der Internet-Kommunikation. Eigenverlag, 2005.

      Kostenloser Download (PDF-Datei, 160 Seiten, 1.467 KB): www.netzwerkrecherche.de/docs/nr-OnlineJournalismus.pdf

    • Angenehmer Einstieg
      Don Alphonso, Kai Pahl (Hg.): Blogs! Fünfzehn Blogger über Text und Form im Internet - und warum sie das Netz übernehmen werden. schwarzkopf & schwarzkopf, 2004, 349 Seiten, 24,90 Euro, ISBN 3-896026-00-3.

      Eine ausführliche Rezension von mir, "Blogs – (k)ein Alptraum für (Online)-Journalisten" finden Sie unter: www.goa2003.onlinejournalismus.de/buchtipps/blogs.php Das Blog zum Buch hat sich mittlerweile zu einem der wichtigsten Orte für die Metadiskussion über Blogs entwickelt: www.blogbar.de.

    • Sachlicher Einstieg
      Ansgar Zerfaß, Dietrich Boelter: Die neuen Meinungsmacher. Weblogs als Herausforderung für Kampagnen, Marketing, PR und Medien. Nausner & Nausner, 2005, 192 Seiten, 12,00 Euro, ISBN 3-901402-45-4.

      Meine Kurzrezension dieses Werkes im "BJV report" des Bayerischen Journalisten-Verbands finden Sie unter: www.netzjournalist.twoday.net/stories/1331451

    • Für Praktiker am relevantesten
      Arnold Picot, Tim Fischer (Hg.): Weblogs professionell. Grundlagen, Konzepte und Praxis im unternehmerischen Umfeld. dpunkt Verlag, 2005, 257 Seiten, 34,00 Euro, ISBN 3-898643-75-1.

      Meine Kurzrezension dieses Werkes im "BJV report" des Bayerischen Journalisten-Verbands finden Sie unter: www.netzjournalist.twoday.net/stories/1625540

    • Die Metaebene I
      Erik Möller: Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern. Heise, Hannover, 2006, 231 Seiten, 19,00 Euro, ISBN 3-936931-36-4.

      Meine Kurzrezension dieses Werkes im "BJV report" des Bayerischen Journalisten-Verbands finden Sie unter: www.netzjournalist.twoday.net/stories/895440

    • Die Metaebene II
      Kai Lehmann, Michael Schetsche: Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens. transcript, 2005, 408 Seiten, 26,80 Euro, ISBN 3-899423-05-4.

      Leider habe ich dieses Werk noch nicht besprochen. Sie finden darin mehr als 50 Beiträge von Praktikern, Journalisten und Wissenschaftler zu verschiedenen Aspekten der internetbasierten Wissensgesellschaft. Informationen zu diesem Werk finden Sie unter: www.google-gesellschaft.de

    • Blogs und Meinungsfreiheit
      "Die Blogosphäre an sich und das deutsche Klein-Bloggersdorf insbesondere gelten als ziemlich selbstbezogen", reklamiert Stefan Krempl bei Telepolis. "Da tut es gut, dass das gerade erschienene Handbuch für Blogger und Internet-Dissidenten Handbook for Bloggers and Cyber-Dissidents der Organisation Reporter ohne Grenzen den Blick weitet und darauf hinweist, welch wichtiges Element der Meinungsvielfalt Weblogs gerade in weniger demokratischen Ländern inzwischen sind. Gleichzeitig feilt der Leitfaden aber auch kräftig am Blogger-Mythos."


    • Ohne Wertung (Rezension folgt)
      Peter Wolff: Die Macht der Blogs. Chancen und Risiken von Corporate Blogs und Podcasting in Unternehmen. Frechen, 19,00 Euro, ISBN 3-895774-09-X.
    • Informationen zu diesem Werk finden Sie unter: tinyurl.com/ns2gc

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    alles neue

    ich
    Das Blog Thomas Mrazek ist der +++ netzjournalist +++....
    Netzjournalist - 2016/04/27 14:24
    Wo geht’s lang...
    Dieses Blog ruht. Etwas. Natürlich biete ich Ihnen...
    Netzjournalist - 2015/03/24 11:27
    Hardy Prothmann entschuldigt...
    Hardy Prothmann entschuldigt sich https://www.facebook. com/hardy.prothmann/posts/ 10152634060500489 Ein...
    Sven Temel (Gast) - 2014/08/21 08:11
    Wow
    Ich habe dieses Werk erst kürzlich entdeckt und...
    Leser (Gast) - 2013/09/04 20:59
    Chancen des Online-Journalismus
    Ich finde es auch schade, dass hier nicht mehr so viel...
    Andreas Kunze (Gast) - 2013/01/09 08:32

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    Zuletzt aktualisiert: 2016/04/27 14:28

    alles damit

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